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1411 Stunden pro Jahr

Sachsen arbeiten pro Kopf weniger – leisten insgesamt aber mehr

Sachsens Bauarbeiter haben im vergangenen Jahr pro Kopf 1619 Stunden gearbeitet. (Archivfoto)

Sachsens Bauarbeiter haben im vergangenen Jahr pro Kopf 1619 Stunden gearbeitet. (Archivfoto)

Leipzig.Jeder Sachse hat im vergangenen Jahr im Durchschnitt 1411 Stunden gearbeitet – sechs Stunden weniger als noch 2017. Gegenüber der Situation vor neun Jahren verringerte sich die durchschnittliche Arbeitszeit im Freistaat sogar um 44 Stunden pro Person, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag mit. Trotz der geringeren Pro-Kopf-Leistung stieg das Arbeitspensum insgesamt aber an. Die gut 2,08 Millionen Erwerbstätigen im Freistaat leisteten im vergangenen Jahr etwa 2,93 Milliarden Arbeitsstunden – 0,5 Prozent mehr als noch 2017 und 1,9 Prozent mehr als 2010.

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Hauptursache für das geringer gewordene Arbeitsvolumen pro Kopf sei der deutliche Anstieg von Teilzeitbeschäftigung, hieß es aus Kamenz. Weitere Einflussfaktoren sind der zunehmende Umfang von Nebenbeschäftigung, die unterschiedliche Zahl der Arbeits- und Feiertage in jeden Jahr sowie die Ausfallzeiten etwa durch Krankheit.

Mehr Arbeit als im Bundesschnitt

Im Vergleich zu den Erwerbstätigen in anderen Bundesländern arbeiten die Sachsen mehr als ihre westdeutschen Kollegen, aber weniger als andere ostdeutsche Arbeitnehmer. Die Arbeitszeit eines jeden Einzelnen habe im Freistaat 2018 um 48 Stunden über er durchschnittlichen Arbeitszeit je Erwerbstätigen im Maßstab der gesamten Republik gelegen, hieß es aus Kamenz. Am meisten arbeiten pro Kopf im Schnitt die Thüringer (1428 Stunden) und am wenigsten die Saarländer (1319 Stunden)

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Mit Blick in die unterschiedlichen Branchen hinein, stehen tendenziell immer die sächsischen Bauarbeiter am längsten an ihrem Arbeitsplatz. So auch im vergangenen Jahr: 1619 Stunden betrug die durchschnittliche Arbeitszeit bei jedem Mitarbeiter in der Branche. „Im Gegensatz dazu fiel die durchschnittliche Arbeitszeit im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation mit 1350 Stunden am niedrigsten aus“, errechneten die Statistiker in Kamenz. Danach folgt das Grundstück- und Wohnungswesen sowie die Finanzdienstleister mit 1359 Stunden pro Jahr.

Von Matthias Puppe

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