Abiturprüfungen stehen an

Schule startet nach den Ferien – erstmals wieder ohne Corona-Vorgaben

Schülerinnen und Schüler einer Grundschule sitzen in ihrem Klassenraum.

Schülerinnen und Schüler einer Grundschule sitzen in ihrem Klassenraum.

Dresden. Nach zwei Jahren Pandemie geht die Schule in Sachsen an diesem Montag erstmals wieder ohne Einschränkungen los. Die Corona-Verordnung für Schulen ist in den Osterferien ausgelaufen. Nach der Maskenpflicht Anfang April fällt nun auch die Testpflicht weg. Die gesunkenen Infektionszahlen erlaubten es, in den Normalbetrieb zurückzukehren, hatte Bildungsminister Christian Piwarz (CDU) erklärt. Kritik kam von der Bildungsgewerkschaft GEW und dem Landesschülerrat. Für rund 11 200 Schülerinnen und Schüler stehen ab dieser Woche zudem die Abiturprüfungen an.

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Sachsens GEW-Chefin Uschi Kruse sagte, sie verstehe, dass es schwierig sei, in den Schulen Schutzmaßnahmen aufrecht zu erhalten, die es in der restlichen Gesellschaft nicht mehr gebe. Sie sehe auch, dass Lehrer und Schüler sich nach Normalität sehnten. „Ich würde es aber begrüßen, wenn das Testen aufrecht erhalten würde“, sagte Kruse. Die Corona-Zahlen seien zwar gesunken, aber es gebe nach wie vor viele Infektionen. „Das Testen galt immer als die Maßnahme, mit der man schnell eingreifen konnte“, sagte Kruse.

Landesschülerrat sieht Aufhebung der Maßnahmen kritisch

Auch der Landesschülerrat sieht die Aufhebung der Maßnahmen kritisch. „Nachdem zuvor immer betont wurde, dass gerade nach Ferien ein erhöhtes Infektionsgeschehen in Schulen stattfinden würde, ist es unverständlich, dass jetzt gerade nach den Ferien diese Aufhebung stattfindet“, erklärte die Vorsitzende Lilly Härtig. Die Pandemie sei nicht vorbei. Testen, die Beschaffung von Luftfiltern und Maskentragen in Eigenverantwortung seien weiterhin sinnvoll.

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Auch für die Abiturprüfungen sind in diesem Jahr keine Tests und keine Masken mehr nötig. Die Prüfungen beginnen am Dienstag im Fach Religion. Deutsch steht am 27. April an, Mathematik am 3. Mai. Minister Piwarz betonte, dass die Schülerinnen und Schüler faire Prüfungen bekämen. Unter anderem wurden die schriftlichen Prüfungen um eine „pandemiebedingte Zusatzzeit“ von 30 Minuten verlängert.

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Landeselternrat sieht Defizite vor den Prüfungen

Der Landeselternrat blickt allerdings mit Sorgen auf die anstehenden Prüfungen. Die Einschätzung des Ministers, dass es keine Defizite gäbe, teile man nicht, sagte der stellvertretende Vorsitzende André Jaroslawski. Niemand wisse, wie groß die Lernlücken durch die Pandemie sind, weil es niemand erhoben habe. „Dieses Schönreden der Situation ist ärgerlich“, sagte Jaroslawski.

Von rnd/dpa

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