Instrumentarium gefordert

Sachsens Umweltminister ist gegen einen Gaspreis-Deckel

Wolfram Günther (Bündnis90/Die Grünen), Umweltminister von Sachsen.

Wolfram Günther (Bündnis90/Die Grünen), Umweltminister von Sachsen.

Dresden. Sachsens Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) ist gegen die Einführung eines Gaspreis-Deckels. Es gebe „viele kluge Vorschläge, wie Kosten solidarisch verteilt werden können“, etwa eine Gas-Umlage, sagte er im Interview mit der „Sächsischen Zeitung“ (Samstag). Möglich sei aber auch die Zuteilung bestimmter Budgets. „Wer mehr verbraucht, für den wird es dann teurer.“

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Laut Günther sind die Gasspeicher gut gefüllt, aber die stark ansteigenden Preise besorgniserregend. „Wir müssen den Haushalten unter die Arme greifen“, sprach er sich für weitere staatliche Hilfen aus. Haushalte, die bereits knapp bei Kasse seien und sich wirklich keine weitere Preissteigerung leisten könnten, dürften nicht in die Zahlungsunfähigkeit kommen, die Lasten müssten „auf viele Schultern“ verteilt werden.

„Wir müssen ein Instrumentarium haben, das zielgerichtet und abhängig von der individuellen Leistungsfähigkeit wirkt“, sagte Günther. Die Lage dürfe für niemanden existenzbedrohend werden. Eine von hohen Energiepreisen ausgelöste Krise müsse auch mit Sozialpolitik beantwortet werden. „Wir müssen dann prüfen, wie wir gezielt das Geld in die Haushalte reinbekommen, die es am nötigsten haben.“

Von RND/dpa

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