Kostensteigerung

Sächsischer Landtag will nun Energie sparen – Kritik an Kretschmer-Aussage

Der Sächsische Landtag spart nun Energie.

Der Sächsische Landtag spart nun Energie.

Dresden. Der sächsische Landtag senkt den Energieverbrauch des Parlamentsgebäudes. So soll etwa die Kälteleistung für Beratungsräume verringert werden, wie der Landtag am Donnerstag mitteilte. Pläne gibt es auch, die Warmwasserbereitung sparsamer zu optimieren und umfangreich Beleuchtung zu reduzieren.

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Außerdem werde künftig weitgehend auf Fassaden- und Vorplatzbeleuchtung, auf nächtliche Innenbeleuchtung und teils auf Deckenlicht verzichtet. Zudem wird das Licht in der Tiefgarage auf 20 Prozent reduziert. Die Zierbrunnen vor dem Gebäude und im Innenhof bleiben abgeschaltet. „Wenn Politiker die Bürger zum Energiesparen auffordern, dann müssen wir als Parlament Vorbild sein“, sagte Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU).

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Sein Parteikollege und sächsische Ministerpräsident, Michael Kretschmer, hatte zuvor im LVZ-Interview erklärt, dass Einsparungen das Problem nicht lösen würden. Außerdem seien Energiespartipps für Bürger "mehr als zynisch". Einen gemeinsamen Appell der gesamten Landesregierung, den Energieverbrauch zu senken, gibt es bislang nicht.

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Linke kritisiert Kretschmer und fordert Gaspreis-Deckelung

Die Linke kritisierte Kretschmers Aussagen am Donnerstag heftig. Der Ministerpräsident ignoriere den eigentlichen Zynismus der Lage, sagte der Vorsitzende der Linksfraktion im sächsischen Landtag, Rico Gebhardt. „Die Energiekonzerne nehmen sich Milliardengewinne, während die Bevölkerung enorme Preissteigerungen verkraften soll. Eine Rentnerin soll ab Oktober 215 Euro statt wie bisher 75 Euro im Monat für Gas zahlen“, erklärte Gebhardt. Zynisch sei auch, dass Kretschmer nun das angebliche Scheitern der Erneuerbaren Energieträger beklagt – seine Partei in den mehr als 30 Jahren aber deren Ausbau „aktiv behindert“ habe.

Die Linke-Landesvorsitzende Susanne Schaper fordert erneut einen sogenannten Gaspreis-Deckel. "Währenddessen tastet die Bundesregierung die Kriegs- und Krisengewinne der Konzerne nicht an, auch Kretschmers Regierung hat eine Übergewinnsteuer im Bundesrat nicht unterstützt", kritisierte Schaper. Die Menschen würden "also weiter die horrenden Gewinne der Konzerne bezahlen".

Von dpa/ran/ski

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