Preisverleihung

Sächsischer Literaturpreis 2022 wurde an Lukas Rietzschel vergeben

Der Autor Lukas Rietzschel. (Archivbild)

Der Autor Lukas Rietzschel. (Archivbild)

Görlitz. Der in Görlitz lebende Schriftsteller Lukas Rietzschel hat den Sächsischen Literaturpreis 2022 erhalten. Damit werde „ein bedeutender junger Autor unterstützt“, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) laut Mitteilung zur Verleihung am Donnerstagabend im Kulturforum Görlitzer Synagoge. „Seine Romane und Stücke zeigen Konflikte, die nicht leicht zu lösen sind und mit denen wir umgehen müssen.“ Er mache die langfristigen Folgen des tiefgreifenden Wandels nicht nur im Osten Deutschlands und nicht nur in den ländlichen Regionen für die Menschen bewusst.

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Die Jury lobte, Rietzschel habe einen besonderen Nerv für die Risse und Brüche, die in Folge der Veränderung politischer Verhältnisse entstehen. In seinen Romanen und Theaterstücken erzähle er von Verwerfungen in den Biografien, von Verunsicherungen und verwüsteten Seelen - die Oberlausitz liefere ihm dafür die Kulisse.

„Mit der Faust in die Welt schlagen“

Schon Rietzschels erster Roman „Mit der Faust in die Welt schlagen“, in der er eine brisante Familiengeschichte von Wendeverlierern und Rechtsradikalen erzählt, erregte 2018 Aufmerksamkeit. „Damit kam ein frischer, zupackender und direkter Ton in die Literatur“, befand die Jury. Theater adaptierten den Stoff für die Bühne, die Verfilmung läuft. Mit dem Stück „Widerstand“ und dem Roman „Raumfahrer“ setze er seine Auseinandersetzung mit der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart fort. Er sei ein vielgefragter Autor, mische sich auch mit Zeitungsbeiträgen in aktuelle Debatten ein - „eine unüberhörbare, wichtige Stimme aus dem Osten“.

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Rietzschel wurde 1994 in Räckelwitz geboren und wuchs in Kamenz auf. Er studierte Politikwissenschaft, Germanistik und Kulturmanagement in Kassel und Zittau/Görlitz. Im kommenden Jahr ist er Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles. Der mit 10.000 Euro dotierte Literaturpreis wird seit 2012 alle zwei Jahre vergeben.

Von RND/dpa

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