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Nach kurzer, schwerer Krankheit

Satiriker Wiglaf Droste im Alter von 57 Jahren gestorben

Wiglaf Droste ist tot.

Wiglaf Droste ist tot.

Leipzig. Wiglaf Droste ist tot. Wie die Leipziger Volkszeitung aus Freundeskreisen erfuhr, starb der Autor und Satiriker am Mittwoch im Alter von 57 Jahren nach kurzer und schwerer Krankheit in Pottenstein (Fränkische Schweiz). Der gebürtige Herforder lebte dort seit etwa eineinhalb Jahren bei einer Freundin und schrieb bis zuletzt an neuen Texten. Darüber hinaus hat er aber auch noch eine Wohnung in Leipzig – seiner Wahlheimat seit 2006.

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Wiglaf Droste gehörte zu den bekanntesten Satirikern des Landes, pflegte einen polemischen, häufig auch bewusst überzogenen Stil. Erst im vergangenen Jahr erhielt er für seine Arbeit zusammen mit Pit Knorr den Satirikerpreis "Göttinger Elch". 2005 wurde ihm für seine Literatur zudem der Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis überreicht und 2003 für seinen unkonventionellen Schreibstil der Ben-Witter-Preis für Journalisten.

Nach Kindheit und Jugend in Westfalen zog er 1983 nach Westberlin und begann dort zu schreiben. Er trat anfangs vor allem als Autor der Tageszeitung (taz) und für das Stadtmagazin tip in Erscheinung. Später überwarf sich Droske jedoch nach internen Streitigkeiten mit der taz.

Seit Ende der 1980er Jahre schrieb Droste als fester Redakteur für das Satiremagazin Titanic, später auch als freier Autor. Bei der Jungen Welt hatte er seit 2011 eine eigene Kolumne. Sein erstes Buch „Kommunikaze“ erschien 1989. Es folgten mehr als zwei Dutzend weitere, sein letztes „Kalte Duschen, warmer Regen“ wurde im vergangenen Jahr veröffentlicht.

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Von Andreas Dunte / mpu

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