Fastenmonat Ramadan

Schwein löst Polizeieinsatz bei Grillfest von Rechtsextremen aus

Eine Grillparty wurde von der Polizei unterbrochen (Symbolbild).

Eine Grillparty wurde von der Polizei unterbrochen (Symbolbild).

Chemnitz. Die rechtsextreme Gruppierung Pro Chemnitz hat mit einem Schwein einen Polizeieinsatz ausgelöst. Als Protest gegen eine Veranstaltung zum muslimischen Zuckerfest am Ende des Fastenmonats Ramadan hatte Pro Chemnitz am Samstag zu einem Grillfest geladen, bei dem ein Ferkel auf dem Grill landete.

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Ganzes Ferkel war nicht gestattet

Die Versammlungsbehörde hatte in ihren Auflagen aber nicht gestattet, ein ganzes Ferkel zu grillen, weshalb die Beamten einschritten, wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte. Das Spanferkel musste zerlegt werden.

Pro Chemnitz selbst schrieb bei Facebook, man habe sich „strikt“ an die Anweisungen gehalten, keine ganzen Tiere und keine einzelnen Schweineköpfe zur Schau gestellt: Das Ferkel habe weder Beine noch Schwanz gehabt. Gläubige Muslime essen kein Schweinefleisch. Darauf zielte die Aktion von Pro Chemnitz ab.

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Hauptprotagonisten von Pro Chemnitz „tief rechtsextremistisch“

Die Gruppierung Pro Chemnitz, die auch im Stadtrat sitzt, wurde im aktuellen Bericht des Verfassungsschutzes erstmals als extremistisch eingestuft. An ihrer Spitze steht der Rechtsanwalt Martin Kohlmann, der einen der Angeklagten im Prozess gegen die rechtsextreme „Gruppe Freital“ verteidigt hatte. Laut Verfassungsschutz sind die Hauptprotagonisten von Pro Chemnitz „selbst tief in der rechtsextremistischen Szene verwurzelt und teilweise dort schon langjährig aktiv“.

Grillfest in Berlin gestört

Schon einmal hat die Polizei ein Grillfest beendet. Im Mai letzten Jahres haben 150 Leute zwölf Schafe in einem Berliner Park an Drehspießen gegrillt.

Von dpa/RND/lin

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