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Programmvorstellung

Tag der Sachsen in Riesa wird riesig: „Wie die ,Wiesn‘ – nur besser!“

Gunter Spies spielt seit 14 Jahren den offiziellen Riesen von Riesa. Gestern stellte er sich als Maskottchen des nächsten Tages der Sachsen vor.

Gunter Spies spielt seit 14 Jahren den offiziellen Riesen von Riesa. Gestern stellte er sich als Maskottchen des nächsten Tages der Sachsen vor.

Dresden/Riesa."Unsere Stadt ist schon in allerbester Feierlaune", sagte der Riesaer Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) am Dienstag in Dresden. Denn die Kleinstadt an der Elbe feiert in diesem Jahr nicht nur das 900. Jubiläum ihrer Ersterwähnung, sondern wird obendrein vom 6. bis 8. September auch Gastgeber des 28. Tages der Sachsen sein. Unter dem ebenso selbstbewussten wie bierernsten Motto "Wie die ,Wiesn` – nur besser!" wirbt die 31 000 Einwohner zählende Sportstadt am zweiten Septemberwochenende um Hunderttausende Besucher. "Und das bereits zum zweiten Mal", hob Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) bei der gestrigen Vorstellung des Festprogramms in Dresden hervor.

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Fast eine Million Euro Fördermittel

Bereits vor 20 Jahren feierten 500 000 Menschen das größte Volksfest des Freistaates in Riesa. „Diese Stadt hat reichlich Erfahrung mit Großveranstaltungen“, lobte Rößler, der auch dem Kuratorium Tag der Sachsen vorsteht. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an mehrere Weltmeisterschaften, darunter im Tanzen und im Sumo-Ringen.

Der Freistaat fördert die dreitägige Veranstaltung – wie auch schon beim vorigen Gastgeber Torgau– aus Mitteln des Finanzausgleichs zu reichlich 800 000 Euro. Zudem werden die im Vergleich zu früher deutlich verschärften Sicherheitsvorkehrungen mit rund 100 000 Euro bezuschusst. Über 280 Vereine, Händler und Gastronomen haben sich bereits für die Sause angemeldet. "Wir sind sicher, dass es noch mehr werden", sagte der Projektleiter Dirk Mühlstädt. Zwischen Stadthalle, Rathausplatz, Stadtpark, Sachsen-Arena und Elbufer werden mehrere Bühnen und Stände zum Flanieren einladen.

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Die Besucher können sich auf verschiedene Themenmeilen sowie einen Rummelplatz vor der Sachsenarena freuen. Am Samstag (7. September) gibt es ein großes Feuerwerk, den feierlichen Abschluss bildet am Sonntag (8. September) der traditionelle Festumzug.

Auf Riesensand gebaut

Trotz des hochtrabenden Wiesn-Mottos müssten sich Gäste keineswegs auf astronomische Preise wie etwa beim Münchner Oktoberfest einrichten. Braumeister Gunter Spies gab ein Beispiel: „In Bayern kostete die Maß Bier im Vorjahr 11,50 Euro. Bei uns sind zwei Halbe noch für acht Euro zu haben.“ Seit 14 Jahren gibt der 54-Jährige, den Rößler als „stattliches Mannsbild“ vorstellte, ehrenamtlich den „offiziellen Riesen“ von Riesa, der natürlich gleich als Maskottchen der Sachsenfete mitgenutzt wird. Der Sage nach soll der Riese dereinst im Elbtal gerastet und seine Stiefel ausgeschüttet haben. Auf dem so entstandenen Sandberg wurde dann vor 900 Jahren Riesa gegründet. „Aber das ist lange her“, winkte Spies ab und stützte sich lächelnd auf seine Keule.

Wahlausgang hat keinen Einfluss

Heute ist Riesa neben seinen sportlichen Ambitionen vor allem als wichtiger Wirtschaftsstandort bekannt, darunter für Stahl, Reifen, Nudeln und Zündhölzer. Verkehrsgünstig liegt die Stadt sowieso. „Ob mit dem Zug, Auto, Fahrrad oder mit dem Boot – alle Wege führen zu uns“, brachte es OBM Müller auf den Punkt.

Dass der Festtermin just auf das Wochenende nach den mit Spannung erwarteten Landtagswahlen in Sachsen fällt, spiele bei der Vorbereitung des 28. Tages der Sachsen keine Rolle, beteuerten alle Beteiligten. „Das wird auf jeden Fall ein integrierendes Treffen, dass die unterschiedlichsten Menschen friedlich und fröhlich zusammenführt“, betonte Rößler.

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Seit 1992 wird der „Tag der Sachsen“ gefeiert; nur 2002 fiel das Fest wegen des Hochwassers aus. Im vergangenen Jahr waren rund 285 000 Menschen zu den Feierlichkeiten nach Torgau gekommen. 2020 ist Aue der Ausrichter des dreitägigen Festes.

Von winfried mahr

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