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Ukrainisch-deutsche Kooperation

Trotz Zerstörung der AN-225: Antonov Airline will weiter vom Flughafen Leipzig/Halle fliegen

Zerstörte AN-225 auf dem Kiewer Flughafen / Eine AN-124 mit Bundeswehr-Hubschrauber auf dem Flughafen Leipzig/Halle.

Zerstörte AN-225 auf dem Kiewer Flughafen / Eine AN-124 mit Bundeswehr-Hubschrauber auf dem Flughafen Leipzig/Halle.

Leipzig. Für Luftfahrt-Enthusiasten gab es vergangenen Montag traurige Gewissheit: Das größte Flugzeug der Welt ist zerstört. Nachdem sich die russischen Truppen vom Kiewer Flughafen Hostomel zurückgezogen hatten, konnten Experten in einem Hangar begutachten, was vom einzigen Exemplar der Antonov AN-225 übrig geblieben war: Nicht viel. Die Zerstörungen am "Mriya" (Traum) genannten Giganten der Lüfte durch die russischen Angriffe sind offenbar zu schwer, als dass er noch einmal abheben könnte.

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Aufgeben wollen die bisherigen Besitzer der AN-225 aber trotzdem nicht. Am Mittwoch teilte das ukrainische Unternehmen Antonov Airlines mit, dass es weiterhin vom Flughafen Leipzig-Halle aus in die Lüfte starten wird – mit den verbliebenen Maschinen der Flotte.

Airline: Bevorzugen humanitäre Missionen

„Die Antonov-Flotte von AN-124-100-Flugzeugen wurde auf den Flughafen Leipzig/Halle verlegt und führt weiterhin Charterflüge in die ganze Welt durch, wobei humanitäre Missionen für die Menschen in der Ukraine bevorzugt werden“, hieß es in einem Posting auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Wie Uwe Schuhart, Sprecher des Flughafens Leipzig/Halle auf LVZ-Nachfrage bestätigte, seien die Maschinen auch während des Krieges schon mehrfach vom sächsischen Airport abgehoben. Eine Unterbrechung der Dienstleistungen habe es nicht gegeben.

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Die Flugzeuge des Typs AN-124 verfügen ebenfalls über eine außergewöhnlich hohe Nutzlast und sind deshalb als Charter-Transporter begehrt. Weltweit sind noch gut zwei Dutzend der bis 2004 in den Kiewer Antonov-Flugzeugwerken gebauten Maschinen in Betrieb – davon sechs für die Antonov Airlines selbst. Eigentlich gab es in der Flotte noch ein weiteres Flugzeug dieses Typs, aber auch dieses wurde zusammen mit der großen „Schwester“ AN-225 bei den Kämpfen am Kiewer Flughafen beschädigt. Nicht zuletzt hat die ukrainische Fluglinie auch eine AN-22 im Programm – das größte jemals in Serie gebaute Flugzeug mit Propellerantrieb.

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Seit 2018 gehört zu den Kunden des ukrainischen Luftfracht-Unternehmens auch das westliche Verteidigungsbündnis Nato im Rahmen der Strategic Airlift Interim Solution (SALIS). Erst im vergangenen November hatten die Mitgliedstaaten den Transportvertrag mit Antonov Airlines verlängert. Zuvor war der russische Partner „Volga-Dnepr“, mit dem die ukrainische Gesellschaft die AN-225 zusammen betrieb, aufgrund des begonnenen Krieges im Donbass aus dem Vertrag mit der Nato ausgestiegen. Inzwischen gehört die in Moskau ansässige „Volga-Dnepr“-Gruppe zu den Linien, die nicht mehr nach Europa fliegen dürfen.

Von Matthias Puppe

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