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Tödliche Schüsse in Halle

Wegen „Amoklage“: Schwer bewaffnete Polizisten schützen Synagogen in Sachsen

Polizisten stehen mit automatischen Waffen vor der Synagoge in Dresden.

Polizisten stehen mit automatischen Waffen vor der Synagoge in Dresden.

Dresden/Halle. Nach den tödlichen Schüssen in Halle (Sachsen-Anhalt) ist auch die Polizei in Sachsen in erhöhter Alarmbereitschaft. Wie das sächsische Innenministerium am Mittwoch in Dresden mitteilte, ist zudem der Schutz jüdischer Einrichtungen ausgeweitet worden. Die notwendigen operativen Maßnahmen würden von einem eigens einberufenen Einsatzstab der Polizei in Leipzig geleitet.

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In Dresden standen Polizeikräfte mit automatischen Waffen vor einem jüdischen Gotteshaus. In der aufgrund des Lichtfestes ohnehin stark gesicherten Stadt Leipzig hielt sich die Polizei dagegen eher im Hintergrund. Nach Angaben des Leipziger Polizeisprechers Andreas Loepki sollten auch in der Messestadt die jüdischen Einrichtungen verstärkt geschützt werden. Beamte standen unter anderem vor der Israelitischen Religionsgemeinde in der Löhstraße.

Nach Schüssen in Halle: Leipziger Polizei schützt Lichtfest und jüdische Einrichtungen

Leipzig, 09.10.19: Aufgrund der Vorkommnisse in Halle wurden auch in Leipzig am Nachmittag die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

In Halle waren am Mittwoch zwei Menschen erschossen worden. Es fielen mehrere Schüsse, wie die Polizei mitteilte. Ein Schusswechsel soll sich "in der Nähe einer Synagoge" ereignet haben. Die Polizei geht nach eigenen Angaben "von mehreren Tätern" aus. Die Stadt Halle sprach von einer "Amoklage".

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Täter auf der Flucht

Die mutmaßlichen Täter waren zunächst flüchtig. Es wurde mit Hochdruck nach ihnen gefahndet. Die Bevölkerung wurde gebeten, in ihren Wohnungen zu bleiben. Am frühen Nachmittag vermeldete die Polizei über Twitter die Festnahme einer Person.

Polizisten patrouillieren in Dresden an einem Denkmal, das an die Pogromnacht im November 1938 erinnert.

Polizisten patrouillieren in Dresden an einem Denkmal, das an die Pogromnacht im November 1938 erinnert.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) verurteilte den tödlichen Angriff, der sich offenbar in der Nähe der jüdischen Synagoge in Halle ereignete. „Es sind schreckliche Nachrichten, die uns an diesem Tag aus Halle erreichen“, erklärte er. „Ganz gleich, welchen Hintergrund eine solch grausame Tat auch hat, ich verurteile sie auf das Schärfste“, fügte er hinzu.

Angriff fällt auf Jom Kippur

Die Taten fallen auf den jüdischen Versöhnungstag Jom Kippur, den höchsten jüdischen Feiertag, der als strenger Ruhe- und Fastentag begangen wird. Die Polizei hat nach eigenen Angaben vor den Synagogen in Leipzig und Dresden ihre Einsatzkräfte verstärkt. Das für Mittwochabend vorgesehene Lichtfest in Leipzig anlässlich des 30. Jahrestages der friedlichen Revolution solle wie geplant stattfinden, hieß es.

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Von LVZ/mro/mpu

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