Allen Mitarbeitern gekündigt

Wegen Russland-Sanktionen: Leipziger Frachtairline Cargo Logic Germany stellt Betrieb ein

Eine Maschine der Frachtfluggesellschaft Cargo Logic Germany (CLG). Die Airline nutzte Flugzeuge des Typs Boeing 737-400.

Eine Maschine der Frachtfluggesellschaft Cargo Logic Germany (CLG). Die Airline nutzte Flugzeuge des Typs Boeing 737-400.

Halle/Schkeuditz. Wegen der Sanktionen gegen Russland aufgrund des Krieges gegen die Ukraine muss offenbar ein erstes größeres Unternehmen seinen Betrieb einstellen. Der bereits insolventen Leipziger Frachtfluggesellschaft Cargo Logic Germany (CLG) ist es laut Insolvenzverwalter Lucas Flöther bisher nicht gelungen, einen Investor zu finden. „Wir haben nun vorsorglich fast allen Mitarbeitern gekündigt“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“ (MZ) aus Halle. Vor wenigen Tagen habe sich zwar noch ein Interessent gemeldet, so Flöther weiter gegenüber der MZ. Doch die Übernahme-Chancen seien „eher gering“.

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Airline war schon seit Mai insolvent

Wegen der Sanktionen hatte das Luftfahrt-Bundesamt bereits Anfang März entschieden, dass die vier Boeing 737 der Airline nicht mehr abheben dürfen. Die Maschinen strandeten auf den Flugplätzen Budapest (Ungarn), Katowice (Polen), Helsinki (Finnland) und Ostrava (Tschechien). Der Grund für die Stilllegung hängt laut der MZ mit der Eigentümerstruktur der Airline zusammen. Die CLG ist eine 100-prozentige Tochter der britischen Cargo-Logic Holding. Deren Eigentümer ist der Russe Alexey Isaikin – der auf der Sanktionsliste der Europäischen Union steht.

Cargo Logic Germany beschäftigte knapp 100 Piloten

Am 10. Mai meldete die CLG Insolvenz an. Der hallesche Anwalt Flöther, der bereits die Insolvenzen der Fluggesellschaften Air Berlin und Condor begleitete, ging daraufhin auf Investorensuche. „Es gab auch eine Reihe von Interessenten, die sich vielfach aufgrund der unklaren Sanktionslage zurückgezogen haben“, sagte Flöther der MZ.

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In Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium hat Flöther nun zwar erreicht, dass die insolvente Airline von der Sanktionsliste gestrichen wird. Doch fehlen nach seinen Worten nun Geld und Investoren für die Fortführung. Die CLG, die vor der Pleite knapp 100 Piloten beschäftigte, flog vor allem für den Logistiker DHL, der am Flughafen Leipzig/Halle sein europäisches Logistikkreuz betreibt.

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Von LVZ

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