Ostravorwerk

Weltkriegsbombe in Dresden-Friedrichstadt: Das müssen Sie wissen

In diesem Bereich wird evakuiert.

In diesem Bereich wird evakuiert.

Dresden. Tausende Menschen in Friedrichstadt mussten am Donnerstagmorgen wegen eines Bombenfunds ihre Wohnungen verlassen. Am Nachmittag wurde Entwarnung gegeben. Die Entschärfung ist geglückt. Der Sperrkreis blieb noch eine Weile erhalten, bis der abgetrennte Zünder vernichtet worden war. Kurz nach 16 Uhr wurden die Sperrungen aufgehoben.

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Die Dresdner Polizei ist seit Mittwochvormittag im Bereich des Krankenhauses Friedrichstadt im Einsatz. Dort war bei Bauarbeiten ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden, wie ein Polizeisprecher auf DNN-Anfrage mitteilte. Nach einigen bangen Stunden war es Gewissheit: Es handelt es sich um eine scharfe 250-Kilogramm-Bombe amerikanischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg.

Kopfzünder erheblich deformiert

Bei der Untersuchung des Sprengkörpers hatten Experten festgestellt, dass der Kopfzünder erheblich deformiert ist, so die Polizei. Deshalb hätten sich die Spezialisten dazu entschieden, den Zünder mit einer Wasserschneidanlage zu entfernen, was am Donnerstag gegen 15.30 Uhr gelungen war. Bis zum Abtransport der Bombe hielt die Polizei den direkten Bereich des Fundortes weiterhin abgesperrt.

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Bis 9 Uhr am Morgen lief die Evakuierung, danach wurde das Gebiet von Einsatzkräften überprüft. Verbliebene Anwohner wurden informiert und abgeholt bzw. hinausbegleitet. In das rot auf der Karte markierte Gebiet kam keiner mehr hinein. In den gelb gekennzeichneten Objekten wurde besonderes Verhalten angewiesen. Das bedeutet: Gebäude durften nicht verlassen werden, der Aufenthalt war nur in Räumen, die vom Bombenfundort abgewandt liegen, gestattet, die Einwohner sollten die Nähe von Fenstern meiden.

Busshuttle zur Notunterkunft

Die Messe Dresden, Messering (Messehalle 1), wurde als Notunterkunft vorbereitet. Für Menschen, die sich in Corona-Quarantäne befinden oder entsprechende Symptome aufweisen, stand eine Notunterkunft einschließlich einer medizinischen Betreuung in der Turnhalle der 35. Oberschule, Badweg 2, bereit.

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Die Notunterkünfte mussten nicht zwingend aufgesucht werden, sondern nur, wenn keine andere Unterkunftsmöglichkeit für die Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung stand. Für die Betroffenen fuhr ab 7 Uhr ein Busshuttle.

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Fundort auf dem Gelände des Ostravorwerks

Bei dem Fundort handelt es sich um das Gelände des Ostravorwerks, auf dem der Projektentwickler Quarterbeck rund 330 Wohnungen errichten will. Gegenwärtig sind Archäologen auf dem Grundstück tätig und suchen nach Zeugnissen aus der Vergangenheit. Dabei stießen die Forscher auf die Bombe.

Aktuelle Informationen sind auf den Internetseiten und den Social-Media-Kanälen der Sächsischen Polizei sowie Landeshauptstadt Dresden veröffentlicht. Zudem wird die Stadt Dresden ab 6 Uhr ein Bürgertelefon unter der Rufnummer (0351) 488 76 66 einrichten.

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