Schwangerschaftsabbruch

Weniger Frauen lassen in Sachsen abtreiben

Ein sieben Wochen alter Fötus in einer Fruchtblase. Die Zahl der Abtreibungen in Sachsen war 2018 gesunken. (Archivbild)

Ein sieben Wochen alter Fötus in einer Fruchtblase. Die Zahl der Abtreibungen in Sachsen war 2018 gesunken. (Archivbild)

Wiesbaden/Leipzig. Immer weniger Frauen haben in den vergangenen Jahren in Sachsen eine Schwangerschaft abbrechen lassen. Gab es im Jahr 2000 etwa 6650 solcher Eingriffe, waren es 2018 noch 5395, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

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Im Jahr 2010 lagen die Abtreibungen bei 6043. Allerdings war die Einwohnerzahl in Sachsen bis 2011 zurückgegangen, seitdem ist sie in etwa gleich geblieben.

Etwa zwei Drittel der Frauen, die 2018 in Sachsen einen Abbruch durchführen ließen, waren ledig. Gut 1500 der insgesamt 5395 Abtreibungen betrafen verheiratete Frauen. Nur Wenige waren geschieden oder verwitwet.

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Nicht nur Frauen aus Sachsen in hiesigen Kliniken

Neben Frauen aus Sachsen ließen im Jahr 2018 auch 72 aus Brandenburg, 61 aus Sachsen-Anhalt und 39 aus Bayern einen Schwangerschaftsabbruch in sächsischen Kliniken vornehmen. 19 kamen aus dem Ausland, wie die Behörde weiter mitteilte.

Deutschlandweit waren im vergangenen Jahr rund 101.000 Eingriffe gemeldet worden. Das entspricht laut Statistischem Bundesamt einem Rückgang um 0,2 Prozent.

Meiste Frauen zwischen 18 und 34

Mit 72 Prozent war den Angaben zufolge der Großteil der Frauen zwischen 18 und 34 Jahre alt. Acht Prozent seien älter als 39 Jahre, drei Prozent noch nicht erwachsen gewesen.

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Zuletzt hatte das Thema wegen des umstrittenen Paragrafen 219a zum Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche für Diskussionen gesorgt. Anfang Februar hatte das Bundeskabinett schließlich eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht und vergangene Woche beschlossen. Ärzte und Kliniken dürfen künftig im Internet angeben, dass sie Abtreibungen durchführen – müssen für weitere Informationen aber an offizielle Stellen verweisen.

Von jhz (mit dpa)

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