Traurige Gewissheit

Fahrt in den Tod: Auto mit drei Leichen aus dem Rhein geborgen

Ein Kran steht an einer Kaimauer in Wesel. In der Nacht war ein Auto in den Rhein gestürzt.

Ein Kran steht an einer Kaimauer in Wesel. In der Nacht war ein Auto in den Rhein gestürzt.

Fünf junge Männer sind bei einer gemeinsamen Autofahrt am Weseler Hafen aus unbekannten Gründen in den Rhein gestürzt. Zwei von ihnen konnten sich retten, drei jedoch nur tot von der Rückbank des Wagens geborgen werden, wie ein Polizeisprecher nach der Bergung des Autos am Dienstag berichtete. Die Opfer seien offensichtlich nicht mehr rechtzeitig aus dem Auto herausgekommen. Der Unfall ereignete sich am Montagabend gegen 19.15 Uhr.

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Am Dienstagmittag hatten Taucher das Auto in sechs Metern Tiefe auf dem Kopf liegend im Fluss entdeckt. Zur Bergung waren zwei Bagger am Ufer im Einsatz. Die Taucher hätten Taue an den Achsen befestigt, mit denen ein Bagger das Wrack vorsichtig hochgezogen habe, berichtete der Polizeisprecher. Der andere Bagger habe währenddessen das Wrack mit seiner Schaufel festgehalten, damit es von der starken Strömung nicht weggetrieben wurde.

Ein 17-Jähriger und ein 20-Jähriger konnten sich rechtzeitig aus dem eiskalten Wasser retten. Sie kamen mit Unterkühlungen in ein Krankenhaus. Zuvor hätten sie von den drei anderen Insassen berichtet, die seitdem als vermisst gegolten hätten, so die Polizei.

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Unfallursache ist unklar

An der Unfallstelle waren gelbe Markierungen der Polizei zu sehen, die den Fahrweg des Unglückswagens festhielten – an einem gelben Hafenpoller vorbei direkt auf den Fluss zu und dann über die Uferkante. Polizei und Rettungskräfte hatten schon unmittelbar nach dem Unglück am Montagabend mit einem Boot, einem Hubschrauber und vielen Kräften nach dem im Rhein versunkenen Auto gesucht. Sie hatten es in der Dunkelheit aber nicht mehr finden können. Der Einsatz musste am Morgen bei Tageslicht fortgesetzt werden.

Wieso die jungen Männer in der beginnenden Dunkelheit am Montagabend am Hafen so dicht an das Flussufer herangefahren und dann ins Wasser gestürzt sind, war den Ermittlern zunächst ein Rätsel. Der Hafen liegt in unmittelbarer Nähe der Weseler Rheinpromenade, die bei Spaziergängern, Fahrrad- und Autofahrern wegen des reizvollen Flusspanoramas beliebt ist. Der Rhein macht an der Stelle eine starke Kurve und ist dicht von Berufsschifffahrt befahren.

Das Ufer ist an der Unfallstelle normalerweise frei zugänglich und nicht gesichert. Am Dienstag war die Stelle abgesperrt. Zahlreiche Einsatzkräfte waren an der Unfallstelle. Seelsorger kümmerten sich um Angehörige, die zum Unfallort gekommen waren. Am Nachmittag fuhren zwei Fahrzeuge von Bestattungsunternehmen vor.

Am Weseler Hafen wird vor allem Schüttgut wie Kies, Salz und Futtermittel umgeschlagen. In verschiedenen Unternehmen arbeiten dort 150 Menschen. Hafenbetreiber ist die Gesellschaft Deltaport – ein kommunales Gemeinschaftsunternehmen der Städte Wesel und Voerde und des Kreises Wesel.

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RND/dpa

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