Vierbeiner aus dem Kriegsgebiet

Bombardierte Löwen, verschüttete Hunde: berührende Schicksale von Tieren aus der Ukraine

Die Hündin Vira wurde im Donbass vor zwei bis drei Jahren von einer Kugel an der Wirbelsäule verletzt. Nun bekommt sie in der Tierklinik „Ada" eine spezielle Lauftherapie in einem Wasserbecken mit eingebautem Laufband.

Die Hündin Vira wurde im Donbass vor zwei bis drei Jahren von einer Kugel an der Wirbelsäule verletzt. Nun bekommt sie in der Tierklinik „Ada" eine spezielle Lauftherapie in einem Wasserbecken mit eingebautem Laufband.

Immer wieder gibt es äußerst bewegende Nachrichten über das Schicksal von Tieren aus der Ukraine. Viele aus dem Kriegsgebiet flüchtende Menschen lassen ihre Haustiere – seien es Hunde oder Katzen, aber auch Kleintiere – nicht zurück. Andere Tiere, die ihr Frauchen oder Herrchen verloren haben, landen in völlig überfüllten Tierasylen. Ein Überblick über einige der bewegenden Geschichten.

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Angeschossene Hündin aus der Ukraine lernt in Polen laufen

In der Tierklinik „Ada“ in der Stadt Przemysl im Südosten Polens nahe der Grenze zur Ukraine behandeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wieder kranke oder verletzte Tiere aus dem Nachbarland. Rund 900 Hunde aus der Ukraine hätten seine Kollegen und er in den vergangenen Kriegswochen schon versorgt, berichtete Tierarzt Jakub Kotowicz (32) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die meisten Tiere hätten mittlerweile schon ein neues Zuhause bei Hundefreunden in Polen oder Deutschland gefunden.

Derzeit ist auch „Vira“ in der Obhut von Kotowicz und seinen Kollegen. Die Hündin war vor zwei oder drei Jahren von einem Projektil im Rücken getroffen worden, seitdem steckt in ihrem Rückgrat eine Kugel. Da eine Operation riskant ist, wollen Mitarbeitende „Vira“ nun mit Physiotherapie wieder auf die Beine bringen. In einem Wasserbecken mit eingebautem Laufband soll die kleine braune Hündin wieder auf allen vier Pfoten laufen lernen.

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Das Röntgenbild der Hündin „Vira“, auf dem eine Kugel in der Wirbelsäule zu sehen ist.

Das Röntgenbild der Hündin „Vira“, auf dem eine Kugel in der Wirbelsäule zu sehen ist.

Hund 15 Kilometer auf den Schultern getragen

Die britische Tageszeitung „The Guardian“ berichtete über einen Mann, der seinen zwölfjährigen Schäferhund auf der Flucht 15 Kilometer bis zur polnischen Grenze getragen haben soll. Dort angekommen, musste der Mann allerdings wieder umkehren: Aufgrund seines Alters und des Mobilmachungsbefehls durfte er nicht über die Grenze. Im Gegensatz zu seiner Frau und dem Schäferhund. „Der Hund ist alles, was vom früheren Leben geblieben ist“, begründete die Frau, warum sie ihren Vierbeiner nicht in ihrer Heimat zurücklassen wollte.

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Welpe aus Trümmern gerettet

Nach russischen Angriffen auf die Region Donbass haben Rettungskräfte einen kleinen Welpen aus den Trümmern eines Hauses befreit und an seinen Besitzer zurückgegeben, der dem Angriff ebenfalls nur knapp entkam. Ein gut 75-sekündiges Video zeigt die dramatische Rettung.

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Löwen aus bombardiertem Zoo gebracht

Fünf Löwen und weitere Tiere sind aus einem privaten Zoo bei Charkiw gerettet worden. Das Gehege drohte durch den russischen Artilleriebeschuss einzustürzen. Die Tiere sollen nun in ein neues Zuhause kommen. „Ich hoffe, nur vorübergehend – bis zu unserem Sieg und dem Wiederaufbau des Ökoparks“, so Tierparkgründer Alexander Feldman.

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Bären nach Deutschland gebracht

Ein neues Zuhause in Deutschland gefunden haben drei Bären aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Die jungen Braunbären „Popeye“ und „Asuka“ wurden aus einer ukrainischen Auffangstation in den Alternativen Bärenpark Worbis im Eichsfeld (Thüringen) gebracht, Bärendame „Malvina“ darf den Rest ihres Lebens im Tierschutzzentrum Weidefeld (Schleswig-Holstein) verbringen. Es sei eine „nervenaufreibende Rettungsaktion“ gewesen, sagten Beteiligte.

Retter in der Not

Häufig schaffen es Menschen allerdings auch nicht, ihre Haustiere mit auf die Flucht zu nehmen. Damit die Tiere nicht komplett ihrem eigenen Schicksal überlassen werden, riskieren Tierschützer häufig ihr eigenes Leben, um die Tiere in Sicherheit zu bringen.

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RND/jk/dpa

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