"Jahrtausendflut" fordert mindestens neun Tote

Dramatische Bilder zeigen Ausmaß des Hochwassers in Australien

Das schlimmste Hochwasser in Australien seit Jahrzehnten hat Zehntausende Menschen aus ihren Häusern getrieben.

Das schlimmste Hochwasser in Australien seit Jahrzehnten hat Zehntausende Menschen aus ihren Häusern getrieben.

Canberra. Das schlimmste Hochwasser in Australien seit Jahrzehnten hat Zehntausende Menschen aus ihren Häusern getrieben. Zahlreiche Menschen warteten auf Dächern stundenlang auf Rettung. Bis zu 50 Menschen mussten am Dienstag von einer vom Wasser eingeschlossenen Brücke in Sicherheit gebracht werden, wo sie die Nacht über in der Dunkelheit ausgeharrt hatten. Die Zahl der Todesopfer stieg auf neun.

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Der Meteorologe Jonathan Howe sprach von astronomischen Regenmengen, die in den vergangenen Tagen im Staat New South Wales und dem nördlich angrenzenden Queensland niedergegangen seien. Der Regierungschef von New South Wales im Südosten des Landes berichtete, es habe mehr als 6000 Notrufe und rund 1000 Rettungseinsätze gegeben. Dominic Perrottet ordnete an, dass 40.000 Menschen ihre Häuser verlassen müssten. Weitere 300.000 sollten sich auf eine mögliche Evakuierung vorbereiten.

Acht Tote in Queensland, zwei Menschen werden vermisst

In Lismore fand ein Nachbar eine etwa 80-Jährige tot in ihrem Haus. Die anderen acht Toten gab es in Queensland wo immer noch zwei Männer gesucht wurden. Einer sei in Brisbane von Bord seiner Jacht gefallen, der andere mit seinem Fahrzeug nordwestlich der Stadt in den Fluten verschwunden, sagte Polizeisprecherin Katarina Carroll.

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Die Behörden fürchteten, dass Einwohner, die sich vor den steigenden Fluten in die Dachkonstruktion ihrer Häuser flüchten, dort eingeschlossen werden könnten. Die Polizei in Lismore berichtete, sie habe eine 93-Jährige gerade noch in Sicherheit bringen können. Ein Beamter sei durch das Fenster ins Haus getaucht und habe festgestellt, dass die Dachbodenluke noch offenstand, sagte Rettungsdienstleiter Steve Patterson. Die Frau habe gerade noch 20 Zentimeter Platz zwischen dem Wasser und der Dachspitze gehabt.

Der frühere Weltklimarat-Mitarbeiter Lesley Hughes sagte, die Klimaveränderungen könne zu Hochwassern führen, für die Flutschutz und Katastrophenhilfe nicht ausreichten. Wir sehen, dass unsere Rettungsdienste schon jetzt mit den Überschwemmungen im nördlichen New South Wales zu kämpfen haben“, sagte Hughes, der die Weltklimaberichte von 2007 und 2015 mit verfasst hat.

RND/AP

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