Aktuelle Umfrage

Deutsche Städte schneiden bei Auswanderern schlecht ab

Die Bankenskyline von Frankfurt leuchtet am Abend.

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Die Bundesregierung will ausländischen Fachkräften die Einwanderung nach Deutschland erleichtern und so den Fachkräftemangel bekämpfen. Bei einer aktuellen Umfrage unter Auswanderinnen und Auswanderern schneiden deutsche Städte allerdings schlecht ab.

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Das Unternehmen Internations ließ Ausgewanderte Großstädte weltweit hinsichtlich Lebensqualität, Arbeitsmöglichkeiten, finanzieller Bedingungen und der Einstellung gegenüber Ausländerinnen und Ausländern bewerten. Das Ergebnis des Expat City Ranking ist aus deutscher Sicht ernüchternd, keine Stadt schaffte es in die Top Ten. Dafür landeten gleich zwei unter den zehn Städten mit der schlechtesten Bewertung.

Hamburg und Frankfurt landen weit unten

Die deutsche Metropole Hamburg landete nur auf Platz 45 von 50 Städten. 26 Prozent der Befragten fühlten sich dort nicht willkommen, im Vergleich zu 16 Prozent im internationalen Durchschnitt. Bei der Frage danach, wie leicht es für Ausländer und Ausländerinnen ist, in der Stadt anzukommen, lag Hamburg sogar nur auf Platz 49 von 50.

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Frankfurt am Main verfehlt in der Gesamtwertung sogar nur knapp den letzten Platz – die Finanzmetropole landete auf Rang 49 von 50. Nur 44 Prozent der Befragten fühlen sich in der Stadt willkommen. 25 Prozent gaben an, dass Migrantinnen und Migranten in der Stadt unfreundlich behandelt werden – das gaben nur 18 Prozent im internationalen Schnitt an. Zwei von fünf Befragten sind zudem unglücklich mit den digitalen Angeboten der Verwaltung. Außerdem gebe es zu wenige Möglichkeiten, bargeldlos zu zahlen.

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In Düsseldorf fühlen sich die Befragten am wohlsten

Im Vergleich zu den anderen deutschen Städten schnitt Berlin vergleichsweise gut ab: Die Bundeshauptstadt landete im Ranking allerdings auch nur auf Platz 31 von 50. Es ist die einzige deutsche Stadt, die es in der Kategorie „Finanzielle Bedingungen“ unter die zehn Besten schaffte. Bei den Arbeitsbedingungen belegte Berlin sogar weltweit Platz fünf. Knapp hinter Berlin auf Platz 33 rangiert Düsseldorf – es ist die deutsche Stadt, in der die Befragten sich am wohlsten fühlen.

Laut der Studie schneiden deutschsprachige Städte insgesamt schlecht ab, wenn es darum geht, wie wohl sich Ausländerinnen und Ausländer dort fühlen. Auch Wien, Basel, München und Zürich bekamen bei dieser Frage überwiegend schlechte Bewertungen.

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An der 2022 durchgeführten Umfrage nahmen über 11.000 Personen teil. Damit eine Stadt in dem Ranking auftaucht, mussten mindestens 50 Personen eine Bewertung abgegeben haben, das traf auf genau 50 Städte zu. Valencia, Dubai, Mexico-Stadt, Lissabon, Madrid, Bangkok, Basel, Melbourne, Abu Dhabi und Singapur landeten in den Top Ten. Die Lage der Menschenrechte und politische Themen wurden nicht direkt in der Studie untersucht.

Kabinett beschließt Eckpunkte für erleichterten Zuzug von Fachkräften

Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung die Einwanderung von qualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland deutlich erleichtern. Dazu verabschiedet das Bundeskabinett an diesem Mittwoch ein Eckpunktepapier „zur Fachkräfteeinwanderung aus Drittstaaten“. Darin vorgesehen ist unter anderem, dass Menschen künftig über ein Punktesystem nach Deutschland einwandern können, auch wenn sie noch keinen Arbeitsplatz vorweisen können. Drittstaatsangehörigen „mit gutem Potenzial“ soll demnach der Aufenthalt zur Suche eines Arbeitsplatzes ermöglicht werden.

Mit dpa

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