Fliegende Dachziegel: Zahlreiche Einsätze wegen Sturmtief „Luis“ im Südwesten

Eine Windböe wirbelt die Haare einer Frau auf dem Eisernen Steg in Frankfurt am Main durcheinander.

Eine Windböe wirbelt die Haare einer Frau auf dem Eisernen Steg in Frankfurt am Main durcheinander.

Stuttgart/Karlsruhe/Freiburg. Sturmtief „Luis“ hat am Wochenende in Baden-Württemberg Polizei und Feuerwehr auf Trab gehalten: Bäume knickten um, Ziegel fielen von Dächern und Bauzäune wehten um. Besonders am Samstag war es ungemütlich mit starken Böen und Regen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte zeitweilig vor starken Gewittern und Blitzschlägen.

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Straßenbahnlinie lahm gelegt

Die Polizei Karlsruhe rückte am Samstag 60 mal wegen Unwetters aus. Am Morgen stürzte zudem ein großer Baum auf eine Oberleitung und legte eine Straßenbahnlinie teilweise lahm. Die Feuerwehr war Stunden damit beschädigt, den Baum aus der Leitung zu holen, sagte eine Sprecherin der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK). In der Stadt fielen Bauzäune um, Dachziegel, Äste und Wahlplakate wurden vom Wind auf die Straße geweht, teilte die Polizei mit.

Einsatzkräfte der Feuerehr tragen in Stuttgart eingepackte Styropor-Würfel zu einer Baustelle zurück, von wo aus diese bei einem Sturm durch die Luft geflogen waren.

Einsatzkräfte der Feuerehr tragen in Stuttgart eingepackte Styropor-Würfel zu einer Baustelle zurück, von wo aus diese bei einem Sturm durch die Luft geflogen waren.

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Am Nachmittag schlug ein Blitz ein Loch ins Dach eines Wohngebäudes in Bretten (Kreis Karlsruhe) und zerstörte teilweise die Elektroinstallation. Zu einem Brand kam es allerdings nicht. Besonders schadensträchtige Ereignisse blieben aus, Personen wurden nicht verletzt.

Auch in Stuttgart sorgte das Sturmtief für einigen Wirbel. Vor einem Rohbau im Stuttgarter Stadtteil Freiberg wurden zahlreiche für die Dämmung der Fassaden bestimmte Styroporplatten umhergeweht, die die Feuerwehr nach Angaben eines Sprechers wieder einsammelte. Größere Zwischenfälle blieben aus, auch seien keine größeren Schäden gemeldet worden, hieß es weiter.

Kinder-Trampolin weggeweht

100 Einsätze notierte die Polizei Reutlingen, teilweise zusammen mit Feuerwehren und Straßenmeistereien. Vielerorts wurden Bauzäune, Schilder und andere Gegenstände umgeworfen oder auf Straßen und Autos geweht. Vereinzelt wurden auch abgeknickte Bäume und heruntergewehte Dachziegel gemeldet. In Holzmaden (Kreis Esslingen) wurde ein Kinder-Trampolin auf ein Auto geweht, es entstand ein Schaden von etwa 2000 Euro. Personen wurden Polizeiangaben zufolge nicht verletzt.

RND/dpa

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