Schon wieder Vorfälle in Fahrgeschäften

Gäubodenvolksfest in Bayern: Seil von Bungee-Kugel gerissen – dritter Unfall in drei Tagen

Das Gäubodenvolksfest gilt als zweitgrößtes Volksfest in Bayern dauert bis zum 22. August.

Das Gäubodenvolksfest gilt als zweitgrößtes Volksfest in Bayern dauert bis zum 22. August.

Straubing. Auf dem Gäubodenvolksfest hat es den dritten Unfall mit einem Fahrgeschäft binnen drei Tagen gegeben. Am Dienstagnachmittag sei eine 14-Jährige leicht verletzt worden, als beim Vorspannen ein Seil eines kugelförmigen Fahrwagens riss, teilte die Polizei am Abend in Straubing mit. Die Kugel habe einen Ruck nach unten gemacht. Die 14-Jährige hatte darin mit einem 40-Jährigen gesessen, der unverletzt blieb. Die Kugel werde normalerweise durch zwei Bungeeseile in die Luft geschleudert. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen und ein technisches Gutachten angeordnet.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auf dem Gäubodenfest hatte es auch an den beiden Abenden zuvor jeweils einen Unfall mit einem oder einer Leichtverletzten gegeben.

Zahlreiche Fahrgeschäfte und Bierzelte stehen auf dem Gelände des Gäubodenvolksfestes.

Zahlreiche Fahrgeschäfte und Bierzelte stehen auf dem Gelände des Gäubodenvolksfestes.

Mutter wird von Fahrgeschäft mitgezogen

Am Montagabend war eine Frau von einem Fahrgeschäft mitgezogen und leicht verletzt worden. Die 30-Jährige hatte ihr Kind auf das Kinder-Karussell gesetzt, als ein Mitarbeiter das Fahrgeschäft startete, wie die Polizei ebenfalls am Dienstag mitteilte. Demnach verkeilte sich der Fuß der Mutter in der Führungsschiene. Sie kam in ein Krankenhaus, ihr Kind blieb unverletzt. Gegen den Mitarbeiter wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Am Sonntagabend war laut Polizei ein männlicher Volksfestbesucher bei einer Fahrt in einem Fahrgeschäft leicht verletzt worden. Eine erste Überprüfung der Ermittler hatte keine technischen Mängel ergeben. Die Polizei bat Volksfestbesucher, die Angaben zum Hergang des Vorfalls machen können, sich zu melden.

Gäubodenfest nach Oktoberfest zweitgrößtes Volksfest in Bayern

Das Gäubodenvolksfest war am Samstag offiziell eröffnet worden. Das jährlich stattfindende Volksfest ist nach Veranstalterangaben das zweitgrößte in Bayern - nach dem Oktoberfest in München. Es gibt demnach sieben Bierzelte mit rund 27.000 Sitzplätzen sowie einen Vergnügungspark mit etwa 130 Schaustellern.

Experte: Fahrgeschäfte in Deutschland gehören zu den sichersten der Welt

Ein Sicherheitsproblem herrsche in Deutschland nicht, meinen Experten. Für Achterbahnen und Fahrgeschäfte auf Volksfesten gelten hohe Sicherheitsanforderungen, wie Frank Hakelberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Schaustellerbundes (DSB), vergangene Woche gegenüber dem RND erklärt. „Das engmaschige, staatlich überwachte Sicherheitssystem gewährleistet, dass unsere Fahrgeschäfte zu den sichersten der Welt gehören“, sagte Hakelberg im Gespräch mit dem RND, in dem er die Prüfung und Wartung von Fahrgeschäften auf Volksfesten erklärt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

31 Verletzte im Legoland - Bahn bleibt vorerst geschlossen

Erst vor kurzer Zeit erschütterten zwei Achterbahnunfälle in deutschen Freizeitparks die Bundesrepublik. Im Legoland Günzburg wurden am 11. August 31 Menschen verletzt, darunter zehn Kinder. Nach Angaben der Polizei war ein Zug der Achterbahn „Feuerdrache“ auf einen vorausfahrenden Zug aufgefahren.

Die Bahn wird noch länger außer Betrieb sein. Sie bleibe mindestens bis Dienstag nächster Woche von der Polizei gesperrt, voraussichtlich sogar noch länger, sagte Polizeisprecher Dominic Geißler am Mittwoch. „Es gibt noch weitere Gutachtertermine vor Ort und deswegen ist die Achterbahn noch nicht freigegeben.“

08.08.2022, Rheinland-Pfalz, Klotten: Nach einem tödlichen Unfall auf der Achterbahn ist der Wild- und Freizeitpark in Klotten geschlossen. Eine 57-jährige Frau wurde aus einer Gondel einer Achterbahn geschleudert und starb an den Folgen des Sturzes. Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Unfälle im Legoland und Klotti-Park: Wie werden Achterbahnen geprüft und gewartet?

Die Fahrgäste wollen sicheren Nervenkitzel – das ging innerhalb von fünf Tagen gleich in zwei verschiedenen deutschen Freizeitparks schief: Im Legoland Günzburg werden 31 Menschen in einer Achterbahn verletzt, in einem Park in Klotten stirbt während der Fahrt eine Frau. Ein Sicherheitsproblem gebe es hierzulande aber keinesfalls, meinen Experten gegenüber dem RND.

Unklar ist bislang, ob nach den polizeilichen Ermittlungen im Legoland noch eine weitere Sicherheitsüberprüfung angeordnet wird, bevor die Achterbahn wieder in Betrieb geht. „Nach Abschluss der Untersuchungen und Vorliegen von entsprechenden Berichten werden wir prüfen, ob wir im Rahmen unserer Zuständigkeit als Bauaufsichtsbehörde tätig werden müssen“, sagte eine Sprecherin der Günzburger Stadtverwaltung.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Achterbahnen müssen nach den Vorschriften mindestens einmal pro Jahr von einer unabhängigen Stelle geprüft werden. Wann es bei dem „Feuerdrachen“ zuletzt eine solche Überprüfung gab, ist unklar. Eine Sprecherin von Legoland hat entsprechende Anfragen nicht beantwortet und auf die laufenden Untersuchungen verwiesen.

57-jähriger stirbt im Klotti-Park in Klotten

Der andere Unfall geschah nur fünf Tage zuvor. Dieser endete sogar tödlich. Eine 57 Jahre alte Frau war im Klotti-Park in Klotten an der Mosel am 6. August aus einer fahrenden Achterbahn gestürzt.

RND/nis mit dpa

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen