Hurrikan „Irma“ rast auf Karibikinseln zu

Der Hurrikan „Irma“ rast mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Stundenkilometern auf die Karibik zu.

Der Hurrikan „Irma“ rast mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Stundenkilometern auf die Karibik zu.

San Juan. Es ist einer der stärksten Tropenstürme, der je in der Region registriert wurde: Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde ist Hurrikan „Irma“ auf die Kleinen Antillen im Südosten der Karibik zugezogen. Die Menschen in der Region bereiteten sich auf das Schlimmste vor. Der Hurrikan der höchsten Stufe fünf könnte katastrophale Schäden anrichten, warnte das Nationale Hurrikanzentrum in den USA am Dienstag. Es sei mit über drei Meter hohen Wellen, starkem Regen und Erdrutschen zu rechnen.

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Der Sturm wurde in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) in Antigua und Barbuda erwartet. Direkt nach dem Durchzug des Hurrikans sollten Hilfslieferungen auf den Inseln eintreffen. In Venezuela und Miami würden jeweils zwei Flugzeuge mit Hilfsgütern auf Abruf bereitstehen, sagte der Premierminister von Antigua und Barbuda, Gaston Browne, der Zeitung „The Daily Observer“.

Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rosselló Nevares rief den Notstand aus und aktivierte die Nationalgarde. „Ein so gefährliches Wetterphänomen hat Puerto Rico noch nie gesehen“, sagte der Regierungschef. Die Küstenregionen wurden evakuiert. Die Behörden richteten 456 Notunterkünfte mit Kapazitäten für mehr als 63.000 Menschen ein.

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Es gab Hurrikanwarnungen für Antigua, Barbuda, Anguilla, Montserrat, St. Kitts und Nevis, die niederländischen Inseln Saba, Sint Eustatius, Sint Maarten, die französischen Überseegebiete Saint-Martin und Saint-Barthélemy, die Britischen Jungferninseln, die US-Jungferninseln, Teile Puerto Ricos und der Dominikanischen Republik.

„Irma“ ist einer der stärksten jemals registrierten Tropenstürme in der Region. Vergleichbare Windgeschwindigkeiten wurden bislang nur bei Hurrikan „Wilma“ 2005 und Hurrikan „Allen“ 1980 gemessen, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete.

Das französische Innenministerium forderte die Küstenbewohner der Überseegebiete Saint-Martin und Saint-Barthélemy auf, ihre Häuser zu sichern und die Gefahrenzone zu verlassen. „Die Lage ist für alle sehr gefährlich“, hieß es in der Mitteilung. „Sicherheit und Solidarität haben Vorrang, die nächsten 48 Stunden werden sehr schwer.“

Die niederländische Regierung schickte rund 100 Soldaten auf die bedrohten Karibikinseln Sint Maarten, Sint Eustatius und Saba. Zudem seien zwei Marineschiffe mit weiteren Soldaten und Hilfsgütern in der Region bereitgestellt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit.

„Je eher die Leute gehen, desto besser“

Auf seinem Zug könnte der Sturm auch die Dominikanische Republik, Kuba, Haiti und die Bahamas bedrohen. Urlauber müssten mit starkem Regen und Wind rechnen, in deren Folge es zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen kann, teilte das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für mehrere Karibikstaaten hin.

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Touristen wurden aufgefordert, die Südwestspitze Floridas einschließlich der Inselkette Florida Keys zu verlassen. Nach Angaben der Behörden sollte die Abreise für Besucher von Mittwochmorgen an (Ortszeit) verpflichtend werden. Später sollten auch Einwohner zum Verlassen des Gebietes aufgefordert werden.

„Wenn es jemals in den Keys einen ernstzunehmenden Sturm gegeben haben sollte, dann diesen“, sagte Martin Senterfitt vom Katastrophenschutz des Bezirks Monroe County am Dienstag. „Je eher die Leute gehen, desto besser.“

Von RND/dpa

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