Lagerhaus bei Tornado eingestürzt: Klage gegen Amazon eingereicht

Das Amazon-Vertriebszentrum in Edwardsville (Illinois) ist teilweise eingestürzt, nachdem es von einem Tornado getroffen wurde.

Das Amazon-Vertriebszentrum in Edwardsville (Illinois) ist teilweise eingestürzt, nachdem es von einem Tornado getroffen wurde.

Springfield. Die Familie eines Lieferfahrers hat Amazon wegen des Einsturzes seines Lagerhauses bei einem Tornado im US-Staat Illinois verklagt. Der Online-Händler habe es versäumt, die Beschäftigten in dem Lager in Edwardsville am 10. Dezember rechtzeitig vor dem gefährlichen Wirbelsturm zu warnen und in Schutzeinrichtungen zu schicken, heißt es in der vermutlich ersten Klage zu den Folgen des Unwetters. Mit dem 26-jährigen Fahrer kamen noch fünf weitere Menschen ums Leben.

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Die Eltern des Fahrers werfen Amazon in ihrer Klage vor, ihr Management habe von der besonderen Gefahr durch den Tornado gewusst, aber keinen Notplan für eine Evakuierung des Lagers gehabt. „Traurigerweise sieht es so aus, dass Amazon Profite in der Weihnachtssaison wichtiger als die Sicherheit unseres Sohns und der anderen fünf waren, sagte die Mutter Alice McEwen am Montag auf einer Pressekonferenz. Ihr Anwalt Jack Casciato sagte, in dem Lager sei gearbeitet worden, bis es für eine Evakuierung zu spät gewesen sei.

Amazon-Sprecherin Kelly Nantel veröffentlichte eine Erklärung, derzufolge die Klage wichtige Fakten missverstehe, darunter den Unterschied zwischen Unwetterwarnungen und dem Zustand und der Sicherheit eines Gebäudes. Das Lager sei ein neues, vor vier Jahren gebautes Gebäude gewesen, das nach den Bauvorschriften errichtet worden sei. Unwetter wie der Tornado im Dezember seien in diesem Teil der USA üblich. Sicherheitsvorkehrungen würden getroffen, aber die meisten Unternehmen stellten wegen einer solchen Warnung nicht den Betrieb ein.

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RND/AP

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