Massenmörder Breivik zeigt vor Gericht Hitlergruß - kein Bedauern über Tat

Der verurteilte Anders Behring Breivik (l) aus Norwegen rückt seine Krawatte zurecht neben seinem Verteidiger Oystein Storrvik (r), am ersten Tag einer Anhörung im provisorischen Gerichtssaal des Gefängnisses von Skien, wo Breiviks Antrag auf vorzeitige Haftentlassung geprüft wird.

Der verurteilte Anders Behring Breivik (l) aus Norwegen rückt seine Krawatte zurecht neben seinem Verteidiger Oystein Storrvik (r), am ersten Tag einer Anhörung im provisorischen Gerichtssaal des Gefängnisses von Skien, wo Breiviks Antrag auf vorzeitige Haftentlassung geprüft wird.

Skien. Der rechtsradikale Massenmörder Anders Behring Breivik ist vor einem norwegischen Gericht zu einer Anhörung für seinen Freilassungsantrag erschienen. Der 42-Jährige hatte sich eine rassistische Botschaft an seinen Anzug geheftet und reckte den Arm zum Hitlergruß, als er am Dienstag den Saal betrat. Er präsentierte sich als Chef einer Neonazi-Bewegung.

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Breivik hatte 2011 in Oslo eine Autobombe gezündet und auf der Insel Utøya ein Massaker unter Jugendlichen angerichtet. Insgesamt tötete er 77 Menschen und wurde zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt. Sollte er über diese Zeit hinaus eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen, kann er unbegrenzt inhaftiert bleiben.

Breivik hat vorzeitige Haftentlassung beantragt

Nach norwegischem Recht darf Breivik nach zehn Jahren Haft eine vorzeitige Freilassung beantragen. Das Gericht muss nun entscheiden, ob er weiter eine Gefahr für die Öffentlichkeit ist oder nicht.

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Breiviks zeigte mit seinem Auftritt, dass er sich nicht ernsthaft um eine Freilassung bemüht, sondern die Gelegenheit nutzen will, um seine rassistischen Ansichten zu demonstrieren. Angehörige von Opfern und Überlebende hatten genau das befürchtet. Für die Anhörung sind drei Tage angesetzt. Eine Entscheidung könnte noch im Januar bekannt gegeben werden.

Breivik hat kein Bedauern über seine Tat geäußert, sondern versucht, vom Gefängnis aus eine faschistische Partei zu gründen und per E-Mail Kontakt zu Rechtsextremisten in Europa und den USA gesucht. Das Gefängnispersonal hat die meisten Schreiben beschlagnahmt, aus Furcht, Breivik könne andere zu Gewaltakten inspirieren.

RND/AP

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