Mordanklage im Fall Kim Jong Nam

Die Vietnamesin Doan Thi Huong (2.v.r.), eine der Verdächtigen im Mordfall Kim Jong Nam, wird am Mittwoch einem Richter in Sepang, Malaysia vorgeführt.

Die Vietnamesin Doan Thi Huong (2.v.r.), eine der Verdächtigen im Mordfall Kim Jong Nam, wird am Mittwoch einem Richter in Sepang, Malaysia vorgeführt.

Sepang. Im Zusammenhang mit der Tötung Kim Jong Nams sind in Malaysia zwei verdächtigte Frauen wegen Mordes angeklagt worden. Die Indonesierin Siti Aisyah und die Vietnamesin Doan Thi Huong müssen im Falle einer Verurteilung mit der Todesstrafe rechnen. Ihnen wird vorgeworfen, den Halbbruder des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un Mitte Februar mit einem Nervengift auf dem Flughafen von Kuala Lumpur getötet zu haben. Die Frauen behaupten, die Aktion in dem Glauben ausgeführt zu haben, für einen Spaß in einer TV-Show engagiert gewesen zu sein.

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„Ich verstehe, aber ich bin nicht schuldig“, sagte Doan Thi Huong auf Englisch, nachdem das Gericht ihr die Anklage vorgetragen hatte. Aisyah reagierte mit kurzem Kopfnicken. Die Frauen reichten keinen Einwand ein, da das Gericht ohnehin nicht zur Verhandlung in einem Mordfall befugt ist. Staatsanwalt Iskander Ahmad sagte, er werde Antrag auf eine Überstellung an eine höhere Instanz stellen. Das Verfahren dort soll sich gegen beide Frauen richten.

Nachdem bekannt wurde, dass Kim Jong Nam an einem Nervengift starb, mehren sich die Spekulationen, dass Nordkorea hinter dem Angriff vom 13. Januar steckt. Pjöngjang streitet jegliche Verantwortung ab.

Von RND/AP

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