Mutmaßlicher Mörder bedauert Tod von Polizisten

Der mutmaßliche Dreifachmörder vor Gericht in Frankfurt (Oder).

Der mutmaßliche Dreifachmörder vor Gericht in Frankfurt (Oder).

Frankfurt (Oder). Vor rund acht Monaten tötete Jan G. seine Großmutter. Auf seiner Flucht überfuhr er zwei Polizisten, die dabei tödlich verletzt wurden. Jetzt steht der mutmaßliche Dreifachmörder in Frankfurt an der Oder vor Gericht. Der 25-Jährige äußerte am Dienstag zum Prozessauftakt vor dem Landgericht sein Bedauern. „Ich kann sagen, dass es mir leid tut.“

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In Bezug auf die getöteten Polizisten sagte der Angeklagte, es tue ihm leid, „dass sie nicht mehr zum Dienst kommen.“ Zu den ihm vorgeworfenen Taten äußerte er sich zunächst nicht. In früheren Vernehmungen soll der Angeklagte nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Taten gestanden haben.

Auch zum Prozessbeginn war das Medieninteresse groß.

Auch zum Prozessbeginn war das Medieninteresse groß.

Der Angeklagte war Ende Februar festgenommen worden. Er soll auf der Flucht vor der Polizei in Oegeln im Landkreis Oder-Spree zwei Beamte überfahren haben, die sofort starben. Zuvor war die Leiche der 79 Jahre alten Großmutter in ihrem Wohnhaus im nahe gelegenen Müllrose entdeckt worden. Der Enkel soll sie nach einem Streit um Geld erstochen haben.

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Daraufhin war die Großfahndung nach dem Mann ausgelöst worden. Man suchte nach dem Flüchtigen, der mit einem Auto unterwegs war. Mit einem Nagelbrett wollten die Beamten den jungen Mann eigentlich stoppen – doch sie wurden überfahren. Die beiden 49 und 52 Jahre alten Männer starben.

Mutter des Angeklagten ist Nebenklägerin

Der Angeklagte soll Drogen und Psychopharmaka genommen haben. Ein Gutachter hatte ihm nach der Festnahme eine Persönlichkeitsstörung attestiert. Laut Staatsanwaltschaft wird von verminderter Schuldfähigkeit ausgegangen.

Dem Landgericht zufolge gibt es drei Nebenkläger in dem Prozess. Es sind die Mutter des Angeklagten sowie jeweils ein Verwandter der getöteten Polizisten.

Der damals 24-Jährige war früher schon wegen Straftaten angeklagt worden. Darunter waren Delikte wie Raub, Körperverletzung und Diebstähle.

Von RND/dpa

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