Nach Brand: Neubau des Krefelder Affenparks kann starten

Ein Flachlandgorilla sitzt auf einem Baumstamm und spielt mit einer Pflanze in seinem Gehege.

Ein Flachlandgorilla sitzt auf einem Baumstamm und spielt mit einer Pflanze in seinem Gehege.

Krefeld/Berlin. Rund zwei Jahre nach dem verheerenden Brand im Krefelder Affenpark mit vielen toten Tieren kann mit dem Bau eines neuen und größeren Artenschutzzentrums begonnen werden. Der Krefelder Stadtrat genehmigte die etwa 800.000 Euro teure Erweiterung der bestehenden Außenanlage für Gorillas auf 2000 Quadratmeter durch den Zoo, wie ein Stadtsprecher am Donnerstag zur Beratung am Vortag sagte. Die 720 Quadratmeter große Erweiterungsfläche werde mit einer Kunstfelsrückwand und einer naturnahen Gestaltung wie Naturboden, Bepflanzung sowie Klettergerüsten und Rückzugsmöglichkeiten gebaut.

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Zudem sei die Kostenplanung für das Projekt durch den Stadtrat zur Kenntnis genommen worden. Insgesamt werden rund 28 Millionen Euro veranschlagt, von denen die Stadt 17,4 Millionen Euro übernehmen soll. Spenden, Versicherungsgelder und Mittel der Zoofreunde kämen hinzu. Bis 2029 sind mehrere Bauabschnitte vorgesehen. So sollen mehrere Gebäude und Anlagen für Menschenaffen entstehen. Der Zoo soll durch den abschnittsweisen Neubau des Affenparks nicht zur großen Dauerbaustelle werden. Außerdem wird darin die Chance gesehen, weitere Gelder von Dritten für die Investitionen einzuwerben.

Krefelder Plan wird als Leuchtturmprojekt bezeichnet

Der Verband der Zoologischen Gärten bewertete den Krefelder Plan als ein Leuchtturmprojekt, das zoologisch weit über die Stadtgrenzen hinaus strahlen werde. „Die wichtigste Aufgabe moderner Zoos ist der Artenschutz und in diesem ist es leider Zwei vor Zwölf für alle Menschenaffen“, erklärte der Geschäftsführer des Verbandes, Volker Homes. Durch Abholzung und Wilderei schrumpften ihre Lebensräume.

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Der durch eine Himmelslaterne ausgelöste Brand an Neujahr 2020 hatte weithin Trauer und Bestürzung ausgelöst. Bei dem Großbrand waren etwa 50 Tiere gestorben, darunter acht Menschenaffen. Künftig sollen die Affen mehr Fläche bekommen. Mehr als 2 Millionen Euro wurden gespendet. Der Zoo in Krefeld hatte bereits mitgeteilt, dass die vergrößerte Gorilla-Außenanlage 2022 fertiggestellt werden könnte.

RND/dpa

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