Peter Madsen gesteht Zerstückelung der Leiche

Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen das U-Boot von Peter Madsen.

Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchen das U-Boot von Peter Madsen.

Kopenhagen. Der dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen hat zugegeben, die Leiche der Journalistin Kim Wall zerstückelt zu haben. Er habe die Teile ins Wasser geworfen, teilte die Kopenhagener Polizei am Montag mit. Der Erfinder behaupte in einer neuen Aussage zudem, die 30 Jahre alte Journalistin sei im Inneren seines selbstgebauten U-Bootes an Kohlenmonoxidvergiftung gestorben, während er an Deck gewesen sei.

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„Diese Erklärung veranlasst die Polizei natürlich dazu, verschiedene zusätzliche Aussagen von Rechtsmedizinerin und U-Boot-Experten einzuholen“, sagte Polizeisprecher Jens Møller Jensen.

Zunächst hatte Madsen behauptet, die Schwedin lebend auf einer Halbinsel ausgesetzt zu haben. In einer zweiten Version beschrieb er detailliert, wie der Journalistin eine schwere Klappe auf den Kopf gefallen sei. Am Schädel der Frau, der im Öresund südlich von Kopenhagen gefunden wurde, konnten die Ermittler jedoch keine Spuren einer solchen Verletzung feststellen. Den Mord bestreitet Madsen weiterhin.

Nach Angaben seiner Anwältin bleibt der 46-Jährige freiwillig zwei Wochen länger bis zum 15. November in Untersuchungshaft. Ursprünglich sollte das Gericht am Dienstag über eine Verlängerung der Untersuchungshaft entscheiden. Unterdessen wurden die Termine für einen Prozess angesetzt. Dieser soll am 8. März beginnen und nach erster Planung bis zum 25. April andauern. Der Fall sei nahezu fertig untersucht. Taucher suchen in der Bucht südlich von Kopenhagen allerdings immer noch nach Walls Armen und Händen sowie ihrem und Madsens Handys.

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Von RND/dpa

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