Schicksal von Diana Afzali

Praktikantin in Schwerin statt Ministerin in Kabul: Afghanin kann wegen Taliban nicht zurück in die Heimat

Diana Afzali aus Afghanistan macht gerade ihr zweites Praktikum in Schwerin.

Diana Afzali aus Afghanistan macht gerade ihr zweites Praktikum in Schwerin.

Schwerin. Sie wollte Ministerin für Energie und Ressourcen in Afghanistan werden, als erste Frau. Das war Diana Afzalis Traum, und sie war schon weit gekommen. Die 28-jährige Afghanin hat Geologie studiert und die afghanische Regierung in Energiepolitik und in Sachen Bodenschätzen beraten. Für das Büro des Präsidenten koordinierte sie die Zusammenarbeit mit der Nato, berichtet die „Ostsee-Zeitung“ (OZ), die sie in Schwerin getroffen hat. Mit der Machtübernahme der Taliban änderte sich alles für Afzali, sie ist nun in der mecklenburg-vorpommerschen Stadt und muss andere Pläne machen.

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„Mein Ziel war es, die Entwicklung natürlicher Ressourcen in Afghanistan voranzubringen und die Energiepolitik meiner Heimat auf Solar, Wind und Wasserstoff zu revolutionieren. Das wird unter den Taliban nicht passieren“, sagt Afzali der Zeitung. Als die Taliban in Afghanistan die Macht übernahmen, sei sie gerade im französischen Rennes gewesen, wo sie an der Business School ein Stipendium für einen Masterstudiengang bekommen hat. Das Studium brachte sie zu einem Praktikum im Ministerium für Digitales, Energie und Verkehr in Schwerin – von Oktober 2021 bis Februar 2022.

Diana Afzali bleibt erst mal in Schwerin

Statt wieder nach Kabul zurückzugehen und dort Karriere zu machen, bleibt sie nun laut „OZ“ erstmal in Schwerin, wo sie auch ihre Familie hinholen möchte. Aktuell mache sie ein Praktikum bei der Schweriner Gesellschaft für regionale Teilhabe und Klimaschutz (GTK). Sie schmiedet neue Pläne: „Ich möchte gern in Deutschland arbeiten im Energiesektor. Wir hatten bei GTK gerade ein Wasserstoffprojekt in Lübesse, das ich mir ansehen durfte. Das würde mich interessieren. Wasserstoff und Solar sind die heißen Themen in Deutschland, im Europa der Zukunft, die mich interessieren“, sagt sie der Zeitung.

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RND/hsc

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