Sie ist Taufpatin von Prinz William

Rassistischer Kommentar: Mitglied des britischen Hofpersonals tritt zurück

Blick auf Buckingham Palst und Westminster Bridge bei Nacht.

Blick auf Buckingham Palst und Westminster Bridge bei Nacht.

London. Nach Vorwürfen über rassistische Kommentare bei einem Empfang im Buckingham-Palast ist ein Mitglied des Hofpersonals zurückgetreten. Das Königshaus nehme den Vorfall sehr ernst, und die Betroffene habe ihre ehrenamtliche Rolle mit sofortiger Wirkung niedergelegt und entschuldige sich für das verursachte Leid, teilte der Buckingham-Palast am Mittwoch mit. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge handelt es sich um Lady Susan Hussey. Die 83-Jährige ist eine Taufpatin von Thronfolger Prinz William und war jahrzehntelang enge Begleiterin von Queen Elizabeth II., wie unter anderem die BBC berichtete.

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Eine prominente schwarze Aktivistin für die Opfer häuslicher Gewalt, Ngozi Fulani, die als Gast bei dem Empfang von Queen Camilla eingeladen war, beschrieb anschließend „gemischte Gefühle“. Auf dem Twitter-Account ihrer Organisation Sistah Space gab sie die Konversation aus ihrer Erinnerung wieder: Ein weibliches Mitglied des Hofpersonals habe sie mehrfach gefragt, wo sie „wirklich“ herkomme, und sich nicht mit der Antwort zufriedengegeben, dass sie in Großbritannien geboren und britisch sei.

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„Rassismus hat keinen Platz in unserer Gesellschaft“

„Rassismus hat keinen Platz in unserer Gesellschaft“, sagte auch ein Sprecher von Prinz William, der derzeit mit seiner Frau Kate in den USA unterwegs ist. Er bekräftigte vor Journalisten, die Kommentare seien inakzeptabel gewesen und der Rücktritt somit richtig.

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Es seien „inakzeptable und sehr bedauerliche Kommentare“ geäußert worden, schrieb der Palast dazu in seinem Statement. Man habe sich an Fulani gewandt und sie eingeladen, um im Detail über den Vorfall zu sprechen, falls sie möge. Alle Mitglieder des Hofpersonals würden an die Standards des Palasts mit Blick auf Diversität und Inklusion erinnert, die zu jeder Zeit eingehalten werden müssten.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich das britische Königshaus solchen Anschuldigungen gegenübersieht: Herzogin Meghan und Prinz Harry, die sich von ihren offiziellen Pflichten als Royals verabschiedet haben, warfen dem Palast im vergangenen Jahr in einem aufsehenerregenden Interview ebenfalls Rassismus vor. So habe sich ein Mitglied der Royal Family Gedanken über die mutmaßliche Hautfarbe des erstgeborenen Sohnes von Meghan und Harry gemacht. Der Palast teilte damals mit, man werde die Vorwürfe intern aufarbeiten.

RND/dpa

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