Video sorgt für Kritik

Als Soldaten verkleidete russische Kindergartenkinder: „Für Propaganda missbraucht“

Das Video zeigt unter anderem Kinder in nachgebauten Panzern.

Das Video zeigt unter anderem Kinder in nachgebauten Panzern.

Vor den Feiern des „Tags des Sieges“ in Russland sorgt ein in verschiedenen sozialen Medien verbreitetes Video, aufgenommen offenbar in einem russischen Kindergarten, für Empörung. Es zeigt Jungen und Mädchen, die als Soldaten und Soldatinnen des Zweiten Weltkriegs und Kranken­schwestern verkleidet sind. Einige von ihnen stecken in Panzerattrappen und gebastelten Kampfjets.

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Das Video wird unter anderem Bundes­gesundheits­­minister von Karl Lauterbach (SPD) bei Twitter kritisiert.

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In dem rund 40 Sekunden langen Clip sind in Militäruniformen gekleidete Kinder im Kindergartenalter zu sehen, an der Spitze läuft ein verkleideter Junge, dem ein gebastelter Panzer umgehängt wurde. Er trägt eine russische Fahne – auf dem Panzer prangt ein lateinisches Z als Zeichen der Unterstützung des russischen Kriegs in der Ukraine. Ihm folgen weitere Kinder, die ebenfalls als Panzerfahrer, Kampfjetpiloten und Sanitäter und Sanitäterinnen verkleidet sind. Auch eine in dem Video zu sehende Erzieherin trägt eine militärische Uniform.

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„Die Kinder können einem leidtun“

Das Video wurde seit Sonntagvormittag von verschiedenen Twitter-Accounts und auch bei Telegram geteilt. Der populäre ukrainische Internetsender Hromadske.tv schrieb bei Telegram zu dem Video, es handele sich um eine „Parade in einem russischen Kindergarten“. Es ist unklar, wo und wann die Aufnahme entstanden ist.

„Die Kinder können einem leidtun. Für Propaganda missbraucht. Wie zynisch. Zuerst kommen die Soldaten, zuletzt die Sanitäter“, kommentierte Gesundheits­minister Karl Lauterbach das Video bei Twitter. Phil Hackemann, Bezirksvorsitzender der FDP Oberbayern, schrieb zu der Aufnahme: „Russland am 8. Mai 2022. Die Sowjetdiktatur ist wieder da …“

Russland feiert am Montag den Sieg über Hitler-Deutschland vor 77 Jahren, unter anderem mit einer Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau.

RND/seb

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