Schläge und Essensentzug für Siebenjährigen - Plädoyers erwartet

Heute werden Plädoyers und Urteil erwartet: Die Angeklagte in einen Saal des Landgerichts Hildesheim. (Archivfoto vom Prozessauftakt)

Heute werden Plädoyers und Urteil erwartet: Die Angeklagte in einen Saal des Landgerichts Hildesheim. (Archivfoto vom Prozessauftakt)

Hildesheim. Im Prozess gegen eine Mutter, die ihren Sohn im Corona-Lockdown geschlagen und hungern gelassen hat, werden am heutigen Donnerstag (17. Juni, 10 Uhr) die Plädoyers erwartet. Geplant sei, am Nachmittag auch schon das Urteil zu verkünden, teilte das Landgericht Hildesheim mit.

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Der völlig abgemagerte Junge wurde in einem Schrank entdeckt

Polizisten hatten den völlig abgemagerten Siebenjährigen Mitte Juni 2020 in der Wohnung der Frau in Sarstedt in einem Schrank entdeckt, nachdem die Schule das Jugendamt alarmiert hatte. Die 60-Jährige gestand am ersten Verhandlungstag die ihr vorgeworfenen Taten.

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Angeklagt sind auch drei Fälle aus den Jahren 2004 bis 2007. Damals hatte die Alleinerziehende ihren heute 29-jährigen ersten Sohn unter anderem mit einem Cuttermesser und einer Gabel angegriffen.

Schläge mit der Kanne und Essensentzug

Laut Anklage brachte sie den Siebenjährigen durch Schläge mit einer Thermoskanne und durch den Essensentzug in einen potenziell lebensgefährlichen Zustand. Die Frau hatte sich den späten Kinderwunsch mit Hilfe einer Eizellen- und Samenspende in Spanien erfüllt. Sie ist im Fall des Siebenjährigen wegen schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Der Frau droht eine Gefängnisstrafe. Zum Auftakt hatte sie mehrfach geweint und gesagt, ihr sei erst jetzt bewusst geworden, was sie gemacht habe. (Az.: 14 KLs 17 Js 22765/20)

RND/dpa

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