Soldaten sollen mit Drogen gehandelt haben

Die Staatsanwaltschaft Stendal hat bei einer Razzia im Gefechtsübungszentrum Heer in Letzlingen (Sachsen-Anhalt) Drogen sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft Stendal hat bei einer Razzia im Gefechtsübungszentrum Heer in Letzlingen (Sachsen-Anhalt) Drogen sichergestellt.

Stendal. Bereits am Donnerstag seien bei mehreren Soldaten der Altmarkkaserne Letzlingen illegale Betäubungsmittel „in erheblichem und strafrechtlich relevantem Umfang“ gefunden worden, wie eine Sprecherin des übergeordneten Ausbildungskommandos Leipzig dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) bestätigte.

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Der Kommandant der Einheit, Oberst Uwe Alexander Becker, habe disziplinarrechtliche Schritte eingeleitet. Die Polizei Stendal ermittle gegen die Beschuldigten, erklärte die Sprecherin der Bundeswehr. In Letzlingen sind insgesamt 660 Soldaten stationiert.

Kokain und Crystal gefunden

Die Drogen wurden in der Kaserne und bei den vier Beschuldigten zuhause gefunden. Es handelt sich um vier Männer im Alter zwischen 25 und 32 Jahren. Die Ermittler stellten insgesamt 130 Gramm Kokain und 5 Gramm Crystal sowie Utensilien zum Drogenkonsum und -handel sicher, wie die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord mitteilte. Die Männer stammen aus Halle, Berlin und Neubrandenburg.

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Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden außerdem 20 Packungen Anabolika und 22 Packungen potenzsteigernder Tabletten bei den Soldaten sichergestellt. Hinzu kamen eine Reihe nicht zugelassener Pyrotechnik aus polnischer Produktion sowie diverse Patronen, zwei Nebelgranaten und drei Nebeltöpfe.

Haftbefehl erlassen

Die Staatsanwaltschaft Stendal habe ihre Ermittlungen deshalb um den Verdacht des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Sprengstoffgesetz und das Arzneimittelgesetz erweitert, erklärte die Polizei.

Gegen einen 25 Jahre alten Beschuldigten aus Neubrandenburg wurde am Freitagnachmittag Haftbefehl erlassen, wie ein Polizeisprecher in Magdeburg mitteilte. Zwei weitere wurden auf freien Fuß gesetzt. Gegen den vierten Tatverdächtigen hatte die Staatsanwaltschaft keinen Haftbefehl beantragt.

Von RND/dpa

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