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„Robby” sorgt für Spielabsage

Mähroboter gräbt Fußballplatz um – Verein verkauft jetzt T-Shirts, um Rasen zu retten

Nicht mehr nutzbar: Ein Mähroboter hat kürzlich seinen Dienst verfehlt und grub dem SG Egels-Popens in Aurich seinen Sportplatz um.
Nicht mehr nutzbar: Ein Mähroboter hat kürzlich seinen Dienst verfehlt und grub dem SG Egels-Popens in Aurich seinen Sportplatz um.

Aurich. Plötzlich war der Rasen weg: Der Verein SG Egels-Popens aus dem ostfriesischen Aurich muss seinen Hauptfußballplatz bis zur Winterpause sperren. Schuld daran ist Mähroboter „Robby“ - denn der verfehlte an einem Samstag im November seinen Dienst und hinterließ den Sportlerinnen und Sportlern am Sonntagmorgen ein schlammiges Spielfeld.

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Entdeckt hatte das Schlamassel ein Vereinsmitglied aus dem Vorstand, wie Alexander Fink vom SG Egels-Popens erzählt. „Robby“ sei grundsätzlich zuverlässig im Einsatz, fügt Fink hinzu. Seine Vermutung für den Schaden: „Der Roboter hat sich wahrscheinlich in einer Pfütze verfangen.“ Dabei drehte er dann seine Kreise und grub rund die Hälfte des Platzes um. Das bedeutet: kein Rasen, kein Spiel.

Der Roboter hat sich wahrscheinlich in einer Pfütze verfangen.

Alexander Fink

SG Egels-Popens

Für Amateur-Fußballvereine ist Schlamm in der kalten Jahreszeit ein gängiges Problem. Fußballclubs sind es gewohnt, Spiele aufgrund des nassen Wetters auch mal verschieben zu müssen. Doch die Sache mit dem Mähroboter – die ist neu.

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Für den Verein geht es ab Dezember nun erstmal in die Winterpause. Insgesamt sieben Heimspiele muss der SG Egels-Popens wegen des verwüsteten Feldes in die Rückrunde verlegen. Die startet am 1. März. Bis dahin sollte der Platz wieder bespielbar sein, hofft Fink.

„Robby“ schafft es auf T-Shirts

Bis dahin muss allerdings ein neuer Rasen her. Dafür sammelt der Verein jetzt Geld – indem er T-Shirts mit dem Mähroboter „Robby“ darauf verkauft.

„Robby“ und der matschige Platz: Martin Monnerjahn (l.) und Alexander Fink vom SG Egels-Popens aus Aurich verkaufen T-Shirts, um den Rasen zu retten.
„Robby“ und der matschige Platz: Martin Monnerjahn (l.) und Alexander Fink vom SG Egels-Popens aus Aurich verkaufen T-Shirts, um den Rasen zu retten.

Das T-Shirt mit dem „Robby“- und „Technik kann man kaufen, Leidenschaft nicht“-Aufdruck können Unterstützer im Onlineshop des Vereins kaufen. So wolle man sicherstellen, dass der Platz nicht erst im Frühjahr wieder in den Betrieb gehen kann, gibt der Vereinsvorsitzende Martin Monnerjahn gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) an.

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Trainieren können die Fußballerinnen und Fußballer übrigens trotz „Robbys“ Fehltritt – auf dem zweiten Platz des Vereins. Für Heimspiele eigne sich dieser aber nicht, erklärt Fink. Die Saison beeinträchtige der Fauxpas von Mähroboter „Robby“ glücklicherweise nicht.

Dieser Artikel erschien zuerst in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ – Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland.