Windgeschwindigkeiten bis 147 km/h

Tief „Nasim“ fegt über Deutschland: Orkanböen im Harz, Lkw auf Autobahn umgekippt

Ein Spaziergänger steht an der tosenden Nordsee. (Archivfoto)

Ein Spaziergänger steht an der tosenden Nordsee. (Archivfoto)

Hannover. Sturmtief „Nasim“ ist am Donnerstag mit schweren Sturmböen über Teile Deutschlands hinweggefegt. In Hameln in Niedersachsen etwa registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) bis zum frühen Donnerstagnachmittag eine schwere Sturmböe mit einer Windgeschwindigkeit von 98 Stundenkilometern. An vielen anderen Orten in Niedersachsen wurden Sturmböen registriert. Auf dem Brocken im Harz in Sachsen-Anhalt erreichte der Sturm sogar Orkanstärke. Dort wurde zwischenzeitlich eine Orkanböe mit 147 Stundenkilometern gemessen.

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Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) stellte am Donnerstag wegen heftiger Sturmböen im gesamten Streckennetz den Zugverkehr eingestellt. „Ausnahme bildet hier nur der Abschnitt Nordhausen Nord - Ilfeld Neanderklinik“, so eine Sprecherin der HSB.

So verhält man sich bei drohendem Unwetter richtig

Wie bringt man sich beispielsweise bei Sturm und Gewitter in Sicherheit? Das RND klärt auf.

Auf der Autobahn 71 bei Erfurt in Thüringen kippte der Sturm einen Lastwagen um. Der Unfall ereignete sich am Nachmittag in Fahrtrichtung Sangerhausen, wie ein Polizeisprecher sagte. Verletzt wurde niemand. Zuvor hatte der Sturm bereits auf der A4 zwischen Gera und Ronneburg den Anhänger eines Sattelzuges angehoben. Er kippte um. Auch hier ging es ohne Verletzte ab. Es kam aber zu Verkehrsbehinderungen.

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Überflutungsgefahr an der Küste

Während der Sturm in Südniedersachsen bis zum Donnerstagabend abziehen sollte, rechneten die Meteorologen an der Nordsee noch mit einer Windzunahme. „Das Maximum erwarten wir für die Küste erst heute Abend“, sagte ein DWD-Meterologe am Donnerstagnachmittag. An exponierten Lagen wie etwa auf den Inseln sind dann laut Vorhersage erneut schwere Sturmböen um 100 Stundenkilometer möglich.

Im Osten beruhigt sich der Wind am Donnerstag laut dem Wetterdienst kurzzeitig, bevor er in der Nacht erneut auffrischt und für einen stürmischen Start in den Freitag sorgt.

Laut Experten des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bestand bei dem Hochwasser am Donnerstagnachmittag und am Freitagmorgen eine Überflutungsgefahr für Strände und Vorländer. Die Prognosen gehen von bis zu einem dreiviertel Meter erhöhten Wasserständen als normal aus. Die Gefahr einer leichten Sturmflut, die zunächst noch Anfang der Woche prognostiziert worden war, besteht demnach nicht mehr.

RND/dpa/seb

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