Verbraucherschützer bemängeln Krisen-Info

Mehrere Millionen Eier wurden seit dem Wochenende aus dem Verkehr gezogen. Die Ware soll mit einem Insektizid belastet sein.

Mehrere Millionen Eier wurden seit dem Wochenende aus dem Verkehr gezogen. Die Ware soll mit einem Insektizid belastet sein.

Berlin . Im Skandal um verseuchte Hühnereier aus den Niederlanden muss aus Sicht des Verbraucherzentrale-Bundesverbands (VZBV) vor allem die Information der Kunden verbessert werden. „Neben einer zentralen Risikobewertung durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) brauchen wir zukünftig konkrete Verhaltensempfehlungen im Sinne einer Krisenkommunikation - und zwar bundesweit einheitlich“, sagte die Lebenmittelexpertin des Verbands, Jutta Jaksche, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

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Die Internet-Seite Lebensmittelwarnung.de habe „in diesem Fall bis jetzt versagt“, stellte die Verbraucherschützerin fest. Dabei sei sie eigens nach einem Lebensmittelskandal zentral geschaffen worden, damit sich Verbraucher in einem Krisenfall schnell ein Bild machen können.

Jaksche forderte für das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) einen klaren Auftrag der Bundesländer: Die Behörde sollte auf der Website auf der Grundlage einer BfR-Bewertung „klare Handlungsempfehlungen geben und nicht nur die Warnungen der Bundesländer zusammentragen“.

In Eiern aus den Niederlanden war das giftige Insektizid Fipronil entdeckt worden. Auch in mindestens fünf deutschen Betrieben wurde es benutzt, wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte. Als Ursache gilt das Desinfektionsmittel Dega-16, mit dem Blutläuse bei Geflügel bekämpft werden sollen. Darin wurde Fipronil beigemischt, was in der Geflügelzucht nicht verwendet werden darf. Ein belgischer Händler steht im Verdacht, dies getan zu haben.

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Von RND/dpa

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