Wohnhaus stürzt in Mumbai ein – viele Tote

Retter suchen in den Trümmern des eingestürzten Wohnhauses nach Überlebenden.

Retter suchen in den Trümmern des eingestürzten Wohnhauses nach Überlebenden.

Mumbai. Nach den außergewöhnlich heftigen Regenfällen ist am Donnerstag in der indischen Finanz- und Filmmetropole ein fünfstöckiges Wohngebäude eingestürzt. Mindestens zwölf Menschen kamen dabei ums Leben, 14 erlitten teils schwere Verletzungen. Es wurde befürchtet, dass weitere 25 Menschen noch unter den Trümmern begraben sind. Die Helfer durchkämmten die Trümmer des 125 Jahre alten Hauses, das angesichts der sintflutartigen Regenfälle kollabiert war. Bewohner eines Nachbarhauses wurden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen, nachdem an dessen Wänden als Folge des Einsturzes Risse aufgetreten waren.

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Bei Tausenden Gebäuden in Mumbai, die älter als 100 Jahre sind, besteht Einsturzgefahr, da außergewöhnlich heftiger Regen die Fundamente vieler Häuser geschwächt hat. Hauseinstürze sind in der Monsun-Saison mit ihren starken Niederschlägen keine Seltenheit in Indien. Angesichts hoher Nachfrage und laxer Kontrollen werden Häuser oft mit minderwertigem Material gebaut oder einfach ohne Genehmigung aufgestockt.

In diesem Jahr fällt die Regenzeit in Südasien besonders heftig aus. Die Zahl der Todesopfer durch Überschwemmungen und Erdrutsche in Nordindien, Nepal und Bangladesch steigt unaufhörlich weiter. Seit Juni kamen in ganz Südasien bis zu 1500 Menschen in den Wassermassen ums Leben. Laut dem Roten Kreuz sind mittlerweile mehr als 16 Millionen Menschen betroffen. „Das entwickelt sich rapide zu einer der schwersten humanitären Krisen, die diese Region in vielen Jahren erlebt hat“, warnte Martin Faller von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften.

In Mumbai ist mittlerweile das gesamte öffentliche Leben zum Erliegen gekommen. Der öffentliche Nahverkehr wurde am Mittwoch teilweise eingestellt, Flüge wurden in andere Städte umgeleitet. Tausende Pendler saßen über Nacht in ihren Büros fest, weil das Wasser einen Meter hoch in den Straßen stand. Kritik wurde laut, die Behörden hätten zu spät gewarnt, dass die Menschen ihre Häuser nicht verlassen sollen – um ein Verkehrschaos zu verhindern.

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Von nl/dpa/RND

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