Bundestagsausschuss für Klimaschutz und Energie

8 Milliarden Euro: Bund könnte KfW-Kredite für Uniper vervierfachen

Das Logo von Uniper ist am Eingang vom Erdgasspeicher Bierwang zu sehen (Archivbild). Der Gaskonzern könnte weitere 6 Milliarden Euro vom Bund benötigen.

Das Logo von Uniper ist am Eingang vom Erdgasspeicher Bierwang zu sehen (Archivbild). Der Gaskonzern könnte weitere 6 Milliarden Euro vom Bund benötigen.

Düsseldorf. Die Maßnahmen zur Rettung des angeschlagenen Energiekonzerns Uniper werden konkreter. Die bestehenden Kredite der staatlichen KfW-Bank müssten von 2 auf 8 Milliarden Euro aufgestockt werden, wie aus einem Papier des Bundestagsausschusses für Klimaschutz und Energie hervorgeht, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dies sei nötig, um kurzfristig Liquidität für Ersatzbeschaffungen von Gas bereitzustellen, sowie sogenannte Margining-Positionen abzusichern. Margining sind Rücklagen, die Versorger bei Geschäften an den Energiebörsen hinterlegen müssen.

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Uniper hatte am Montag bekannt gegeben, dass die bestehende Kreditlinie über 2 Milliarden Euro komplett ausgeschöpft sei und deshalb einen Antrag auf Erhöhung dieser gestellt. Außerdem ist laut dem Papier ein Einstieg des Bundes mit bis zu 30 Prozent geplant. Dies soll durch eine Kombination aus Kapitalerhöhung und weiterem hybriden Eigenkapital erreicht werden.

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Deckung von Verlusten

Ziel ist hierbei die Deckung der aufgelaufenen Verluste bei dem Düsseldorfer Konzern. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ mit Verweis auf das Papier berichtet.

Uniper hatte am 8. Juli Stabilisierungsmaßnahmen beantragt. Der Konzern hat Liquiditätsprobleme, weil er ausbleibende russische Gaslieferungen zu höheren Preisen am Markt einkaufen muss, um die Verträge mit seinen Kunden erfüllen zu können.

RND/dpa

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