Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe

Ahrtal: Polizeipräsident spricht von Fehlern im Umgang mit Filmaufnahmen

Meterhoch türmen sich wenige Tage nach der Flutkatastrophe Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über die Ahr.

Meterhoch türmen sich wenige Tage nach der Flutkatastrophe Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über die Ahr.

Mainz. Die Polizei hat nach Ansicht des Koblenzer Polizeipräsidenten im Umgang mit den erst kürzlich aufgetauchten Filmaufnahmen eines Hubschraubers vom überfluteten Ahrtal Fehler gemacht. „Das war ein Fehler, unabhängig davon, wo der Fehler passiert ist“, sagte der Koblenzer Polizeipräsident Karlheinz Maron am Freitag vor dem Untersuchungsausschuss im rheinland-pfälzischen Landtag.

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Das Polizeipräsidium Koblenz habe die Videoaufnahmen vom 14. Juli 2021 erst am 5. September in diesem Jahr bekommen. Die Filme seien katalogisiert und am 9. September per USB-Stick an das Lagezentrum des Innenministeriums weitergegeben worden.

Angesichts der katastrophalen Lage am Morgen des 15. Juli 2021 seien an diesem Tag die Videoaufnahmen vom Vorabend nicht mehr wichtig gewesen, sagte der Polizeipräsident. Da sei es vor allem um die Gefahrenabwehr gegangen. An Strafverfolgung habe keiner gedacht, sagte Maron. Er deutete an, dass es noch weitere Videoaufnahmen - allerdings bei Tageslicht gedreht - gebe, die möglicherweise vom 15. Juli 2021 stammten. Diese Aufnahmen seien von dem Beweisbeschluss des Untersuchungsausschusses bislang nicht erfasst.

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Der Untersuchungsausschuss soll möglichen Behördenfehlern in der Reaktion auf die Flutkatastrophe nachgehen. Bei der Sturzflut im Ahrtal waren mindestens 134 Menschen ums Leben gekommen.

RND/dpa

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