Atomverhandlungen: Iran setzt auf Unterstützung Russlands

Russlands Präsident Vladimir Putin (links) bei einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi (rechts) in Moskau.

Moskau. Der Iran baut angesichts der zähen Verhandlungen über sein Atomprogramm auf die Hilfe Russlands. „Wir haben keine Beschränkungen beim Ausbau der bilateralen Beziehungen“, sagte Präsident Ebrahim Raisi am Mittwoch bei einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin in Moskau. „Unsere Zusammenarbeit mit Russland im Kampf gegen den Terrorismus ist eine gute Basis für ähnliche Projekte.“ Drohungen gegen sein Land würden den Fortschritt nicht aufhalten, sagte er der iranische Nachrichtenagentur Insa zufolge. „Wir hoffen, dass die US-Sanktionen aufgehoben werden.“

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Zukunft des Atomabkommens bleibt ungewiss

Das umstrittene Atomprogramm Teherans war ein Thema des Treffens der beiden Präsidenten, wie der Kreml mitteilte. „Es ist mir sehr wichtig, Ihre Position zu kennen“, sagte Putin demnach. Russland hatte zuletzt betont, dass es Chancen für eine Einigung im Streit über die Nuklearpläne der Islamischen Republik sehe.

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In Wien versucht die sogenannte 4 plus 1 Gruppe – das sind China, Frankreich, Großbritannien, Russland plus Deutschland -, das Wiener Atomabkommen von 2015 zu retten. Dafür müssten die USA nach ihrem Ausstieg 2018 zum Deal zurückkehren und Sanktionen gegen den Iran aufheben. Im Gegenzug soll Teheran dann wieder Verpflichtungen aus dem Abkommen einhalten. Der Iran zeigte sich zuletzt zuversichtlich, dass eine Einigung zeitnah gefunden werden könne.

Drohende Finanzkrise im Iran

Raisi und seine Regierung bräuchten eine Einigung bei den Atomverhandlungen, damit die Sanktionen aufgehoben werden. Sonst drohen im Land Unruhen. Daher hofft der Präsident auf Putins Unterstützung. Der Iran steckt wegen der US-Sanktionen in der schlimmsten Finanzkrise seiner Geschichte.

Putin sprach zum Auftakt des Treffens von einer engen Zusammenarbeit mit dem Iran. Dank der Kooperation der beiden Länder sei etwa in Syrien gelungen, Präsident Baschar al-Assad zu helfen, sagte er dem Kreml zufolge. „Jetzt sind wir natürlich besorgt über die Situation in Afghanistan.“ Russland hatte dem Land immer wieder Unterstützung zugesichert. Das gemeinsame Atomkraftwerk Buschehr im Südiran ist allerdings immer noch nicht in Betrieb.

RND/dpa

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