Wegen angeblicher unfreundlicher Tätigkeiten

Belarus weist ukrainische Diplomaten aus

11. März 2022, Moskau: Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko besucht den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Kiew.

11. März 2022, Moskau: Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko besucht den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Kiew.

Minsk. Wegen angeblicher unfreundlicher Tätigkeiten weist das autoritär regierte Belarus fast alle Diplomaten des Nachbarlands Ukraine aus. „Sie wurden aufgefordert, unser Land binnen 72 Stunden zu verlassen“, teilte das Außenministerium in Minsk am Mittwoch mit. Eine genaue Anzahl wurde nicht genannt. Außerdem wurde das ukrainische Konsulat in der Stadt Brest im Westen des Landes geschlossen. Der Botschafter sowie vier Diplomaten dürften ihre Arbeit fortsetzen. Die Ukraine kündigte eine Reaktion an.

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Belarus habe seit Jahren unfreundliche Handlungen der Ukraine festgestellt, die zu einer „unverantwortlichen Zerstörung“ der bilateralen Beziehungen geführt hätten, behauptete das Außenministerium. Ukrainische Behörden hätten sich in innere Angelegenheiten eingemischt und „destruktive Handlungen“ wie eine Luftblockade durchgeführt.

Die Behörde betonte, der Schritt richte sich nicht gegen Bürgerinnen und Bürger der Ukraine, mit denen Belarus stets „brüderlich“ verbunden bleibe. Auch deshalb sei beschlossen worden, Ukrainern sowie Ausländern, die aus der Ukraine nach Belarus flüchten, eine visafreie Einreise bis 15. April zu gewähren.

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„Wir sehen diese Handlungen von Belarus als weiteren durch nichts provozierten Schritt bezüglich der Ukraine an“, sagte der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Oleh Nikolenko. „Die Ukraine wird das Vorgehen von Belarus nicht ohne entsprechende Antwort lassen.“ Die Botschaft werde mit verringertem Personal normal weiter arbeiten.

Die Ukraine wirft Belarus vor, den russischen Angriffskrieg zu unterstützen. Russische Soldaten haben die Ex-Sowjetrepublik als Aufmarschgebiet genutzt, außerdem starten von dort russische Kampfflugzeuge und Raketen zu Angriffen auf die Ukraine. Immer wieder warf Kiew der Führung in Minsk vor, sie wolle an der Seite von Kremlchef Wladimir Putin in den Krieg eintreten. Das weist die belarussische Regierung strikt zurück.

RND/dpa

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