Bleiben die USA doch beim Pariser Klimavertrag?

US-Außenminister Rex Tillerson.

US-Außenminister Rex Tillerson.

Washington. In der CBS-Sendung „Face the Nation“ sagte US-Außenminister Rex Tillerson, die Vereinigten Staaten könnten sich vorstellen weiter beim Pariser Klimaabkommen zu bleiben – vorausgesetzt, die Bedingungen seien fair für die Amerikaner. Die bisherigen Bedingungen seien insbesondere für die USA nicht ausgewogen gewesen, beklagte Tillerson im Interview mit dem Moderator John Dickerson.

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Auch US-Präsident Donald Trump sei offen für Verhandlungen: "Wir sind gewillt, mit den Partnern des Klimaschutzvertrages zusammenzuarbeiten. Wir wollen produktiv und hilfreich sein", betonte Tillerson. Doch es handele sich dabei um eine schwierige Fragestellung. Zeitgleich monierte er, China sei bei den Verhandlungen bevorzugt behandelt worden. "Vergleicht man die zwei Größten Volkswirtschaften der Welt, ist das wirklich nicht fair", sagte er.

Am Sonntag hatte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Teilnehmer einer internationalen Klimakonferenz berichtet, die USA wollten den Rückzug vom Pariser Klimaschutzvertrag vermeiden und die Verhandlungen wieder aufnehmen. Eine Sprecherin des Weißen Hauses dementierte den Bericht zunächst. Die Position zum Klimavertrag habe sich nicht verändert, hieß es. Gleichzeitig betonte sie, der Rücktritt vom Klimaschutzabkommen sei "nie in Stein gemeißelt gewesen".

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Am 1. Juni hatte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen bekanntgegeben. Rund zwei Monate später reichten die USA den Antrag zum Austritt offiziell bei den Vereinten Nationen ein. Die USA unterstützten eine "ausgewogene Herangehensweise" an eine Klimapolitik, die Emissionen senke, aber gleichzeitig wirtschaftliches Wachstum und Energiesicherheit ermögliche, hieß es in der Erklärung. Wirksam wird der Austritt voraussichtlich am 4. November 2020 – einen Tag nach der nächsten Präsidentenwahl in den USA.

Von RND/are

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