US-Minister im Gespräch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj

Blinken in Kiew: Erfolgreicher Widerstand gegen russische Invasion

Antony Blinken (l), Außenminister der USA und Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, bei einem gemeinsamen Treffen mit US-Verteidigungsminister Austin in Kiew.

Antony Blinken (l), Außenminister der USA und Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, bei einem gemeinsamen Treffen mit US-Verteidigungsminister Austin in Kiew.

US-Außenminister Antony Blinken und US-Verteidigungsminister Lloyd Austin haben der Ukraine nach ihrem Besuch in Kiew weitere Militärhilfe zugesagt. Blinken attestierte den ukrainischen Streitkräften am Montag nahe der polnisch-ukrainischen Grenze erfolgreichen Widerstand gegen die russische Invasion und stellte fest, dass Russland bislang nicht sein Kriegsziel erreicht habe. „Die Ukraine ist erfolgreich“, sagte er.

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„Wir hatten eine Gelegenheit, direkt unsere starke Unterstützung für die ukrainische Regierung und das ukrainische Volk zu demonstrieren“, erklärte Blinken. „Das war, in unserer Einschätzung, ein wichtiger Moment, hier zu sein und direkte Gespräche im Detail zu führen.“ Das Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj und seinen Beratern habe drei Stunden gedauert.

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„Der erste Schritt zum Sieg ist der Glaube, dass man gewinnen kann“

Austin sagte, Selenskyj habe tiefe Dankbarkeit für die US-Hilfe ausgedrückt, und lobte die Einstellung des Präsidenten: „Er hat die Mentalität, dass sie gewinnen wollen, und wir haben die Mentalität, dass wir ihnen helfen wollen, zu gewinnen. Der erste Schritt zum Sieg ist der Glaube, dass man gewinnen kann. Wir glauben, dass sie gewinnen können, wenn sie die richtige Ausrüstung, die richtige Unterstützung haben - und wir tun alles, was wir können, um sicher zu stellen, dass es bei ihnen ankommt.“

Blinken erklärte, die von den USA gewählte Strategie, „massive Unterstützung für die Ukraine, massiver Druck auf Russland, Solidarität mit mehr als 30 Ländern, die sich in diesen Anstrengungen engagieren, hat echte Ergebnisse“. Russland wolle die totale Unterwerfung der Ukraine erreichen und dem Land seine Souveränität und Unabhängigkeit nehmen. „Russland scheitert, die Ukraine ist erfolgreich“, sagte Blinken.

Auf die Frage, was die USA als Erfolg betrachteten, sagte Austin: „Wir wollen die Ukraine als weiterhin souveränes Land sehen, ein demokratisches Land, das in der Lage ist, sein souveränes Territorium zu schützen. Wir wollen Russland geschwächt bis zu dem Punkt sehen, dass es nicht mehr Dinge wie die Invasion in die Ukraine machen kann.“

322 Millionen Dollar für Kiew

Austin und Blinken gaben insgesamt 713 Millionen Dollar ausländische Militärhilfe für die Ukraine und 15 verbündete und Partnerländer bekannt. Rund 322 Millionen Dollar davon sind für Kiew bestimmt. Der Rest geht an Nato-Mitglieder und Länder, die der Ukraine wichtigen militärischen Nachschub geliefert haben, verlautete aus US-Regierungskreisen. Die neuen Zusagen bringen die gesamte US-Militärhilfe für die Ukraine seit Kriegsbeginn auf einen Umfang von 3,7 Milliarden Dollar, hieß es weiter.

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US-Präsident Joe Biden wolle die erfahrene Diplomatin Bridget Brink als US-Botschafterin in Kiew nominieren, sagte Blinken. Seit 2019 ist Brink US-Botschafterin in der Slowakei. Davor war sie in diplomatischen Missionen in Serbien, Zypern, Georgien und Usbekistan sowie im Nationalen Sicherheitsrat der USA in Washington. US-Botschaftspersonal, das das Land vor dem Krieg verließ, würden beginnend in den nächsten Tagen für Tageseinsätze nach Lwiw in der Westukraine reisen, hieß es weiter. Die US-Botschaft in Kiew bleibe aber vorläufig noch geschlossen.

Reise unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen

Blinken und Austin waren die ranghöchsten amerikanischen Regierungsmitglieder, die seit der russischen Invasion in die Ukraine am 24. Februar Kiew besuchten. Das Treffen mit Selenskyj fand am Sonntag statt, sagte dessen Berater Olexij Arestowitsch am späten Abend in einem Interview im ukrainischen Fernsehen.

Die Reise der US-Minister fand unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen statt. Journalistinnen und Journalisten, die Blinken und Austin begleiteten, durften über den Besuch nicht berichten, bevor er vorbei war. Sie reisten auch nicht mit den Ministern über Land zur polnischen Grenze zurück und durften auch nicht mitteilen, wo in Südostpolen sie auf die Minister warteten.

RND/AP

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