Bis jetzt 320 Leichen gefunden

Butscha: Laut Bürgermeister 90 Prozent der toten Zivilisten mit Schusswunden

Ein ukrainischer Soldat steht neben zerstörten russischen Panzer in Butscha am Stadtrand von Kiew (Symbolfoto)

Ein ukrainischer Soldat steht neben zerstörten russischen Panzer in Butscha am Stadtrand von Kiew (Symbolfoto)

Butscha. Im Kiewer Vorort Butscha verdichten sich nach Angaben der örtlichen Behörden die Hinweise auf russische Kriegsverbrechen. Etwa 90 Prozent der getöteten Zivilisten wiesen Schusswunden auf, sagte Bürgermeister Anatolij Fedoruk am Donnerstag der Deutschen Welle.

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Mit Stand Mittwochabend seien in Butscha 320 Leichen gefunden worden. Sie würden von Spezialisten untersucht. „Aber die Zahl der entdeckten Leichen steigt mit jedem Tag“, sagte Fedoruk. „Weil sie auf Privatgrundstücken, in Parks und auf Plätzen gefunden werden, wo es möglich war, die Leichen zu begraben, als es keinen Beschuss gab.“

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Bürgermeister: schwangere Frau und zwei Kinder getötet

Er selbst habe mehrere Fälle miterlebt, in denen russische Soldaten ukrainische Zivilisten getötet hätten, sagte Fedoruk. An einem Checkpoint hätten Russen das Feuer auf mehrere Autos eröffnet. In einem Wagen seien eine schwangere Frau und zwei Kinder getötet worden. Nun arbeiteten ukrainische und internationale Behörden in Butscha. „Das Wichtigste ist, die Verbrecher, die das getan haben, vor Gericht zu stellen“, sagte Fedoruk. Viele Angaben sind bislang noch nicht unabhängig überprüft.

Nach Massaker in Butscha: Über 400 Menschen in Nachbarstadt Hostomel vermisst

Im Kiewer Vorort Hostomel sind am Mittwoch in einer Garage elf Leichen gefunden worden. Menschenrechtler versuchen den Verbleib der Personen zu klären.

Die Verwüstungen in der Stadt rund zwölf Kilometer nordwestlich des Kiewer Stadtrands seien enorm. „112 Privathäuser wurden bis auf die Grundmauern zerstört und können nicht wiederaufgebaut werden“, sagte Fedoruk.

RND/dpa

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