Carolin Kebekus: „Die Mutter von Horst Seehofer ist die Mutter aller Probleme“

Komikerin Carolin Kebekus

Komikerin Carolin Kebekus

Hamburg. Carolin Kebekus begibt sich gerne aufs politische Parkett – zumindest was ihre Themen als Komikerin angeht. Im Interview mit dem Magazin "Stern" macht die 38-Jährige nun unverblümt deutlich, dass ihr die Haltung des Bundesinnenministers zur Migrationspolitik nicht passt. Auch zum rasant näher rückenden Brexit und der kontroversen Diskussion um Abtreibungen zeigt Kebekus klare Kante.

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Nach den Ausschreitungen in Chemnitz im August 2018 hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer Verständnis für die Demonstranten geäußert. Migration nannte er wörtlich "die Mutter aller Probleme". Auf den Innenminister angesprochen sagt Carolin Kebekus im "Stern": "Die Mutter von Horst Seehofer ist die Mutter aller Probleme." Seehofers Aussage zur Migration habe sie persönlich beleidigt, denn: "Ich komme aus einem Kölner Stadtteil mit hohem Migrantenanteil."

Der Brexit und seine „skurrile Seite“

Auch über den bevorstehenden EU-Ausstieg Großbritanniens teilt Kebekus aus. Der Brexit habe "eine skurrile Seite". Der Comedy-Star findet einen ganz eigenen Vergleich: "Es gibt den sogenannten polnischen Abgang. Da geht man, ohne sich zu verabschieden. Und jetzt gibt es auch den britischen Abgang: Da verabschiedet man sich, geht aber nicht."

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Für die britische Premierministerin Theresa May zeigt Kebekus Verständnis. Vom „Stern“ danach gefragt, ob sie Mitleid mit May habe, sagt sie: „Das ist furchbar, andauernd in Brüssel andackeln zu müssen und anschließend zu Hause in London zur Sau gemacht zu werden. Tauschen möchte ich nicht mir ihr.“

Kebekus über Nancy Pelosi: „Wie die Trump vorführt. Sehr schön.“

Eine Politikerin, die sie besonders schätzt? Kebekus nennt bei dieser Frage die US-Demokratin Nancy Pelosi. Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses gilt als scharfe Kontrahentin des US-Präsidenten. Kebekus gefällt Pelosis politisches Auftreten: „Wie die Trump vorführt. Sehr schön.“

Auch zur kontroversen Diskussion um den Paragrafen 219a, der die Werbung für Abtreibungen regelt, hat Kebekus eine klare Meinung: "Das regt mich auf. Die Grundhaltung ist hier doch: Frauen sind nicht mündig für gewisse Dinge. Man sollte sich besser nicht umfassend über Schwangerschaftsabbrüche informieren. Sie könnten sonst auf die Idee einer Abtreibung kommen, die sie sonst nicht vorhätten. Was für ein Blödsinn!"

Von RND

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