Das sind die derbsten Beschimpfungen im Bundestag

Debatte ja – aber bitte ohne Beschimpfungen. Im deutschen Bundestag hat das in der Vergangenheit nicht immer geklappt.

Debatte ja – aber bitte ohne Beschimpfungen. Im deutschen Bundestag hat das in der Vergangenheit nicht immer geklappt.

Berlin. Die CDU würde künftig "in die Fresse kriegen", hatte Andrea Nahles kurz nach ihrer Wahl zur SPD-Fraktionsvorsitzenden gesagt – und dabei herzlich gelacht. Das sei doch nur ein Scherz gewesen, gab sie anschließend in den "Tagesthemen" zu Protokoll. Nahles ist aber längst nicht die einzige Bundestagsabgeordnete, die im Eifer des Gefechts über das Ziel hinausgeschossen ist. Eine Auswahl:

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„Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“

, sagte Joschka Fischer 1984 zum damaligen Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen. Er nahm die Äußerung am nächsten Tag zurück und entschuldigte sich.

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Aber auch Fischer selbst musste einstecken. Als "Zuhälter" bezeichnete Michael Glos (CSU) den damaligen Außenminister im Jahr 2004.

Auch innerhalb der Parteien gab es wüste Beschimpfungen:

„Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen“

, schleuderte Ronald Pofalla (CDU) seinem Parteigenossen Wolfgang Bosbach im Jahr 2011 entgegen.

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Als „

berühmtesten Eierkrauler dieses Landes

“ bezeichnete die SPD-Frau Barbara Hendricks den FDP-Politiker Martin Lindner.

Der CSU-Politiker Andreas Scheuer bezeichnete den damaligen SPD-Bundesinnenminister Otto Schily 2003 als „

griesgrämigen Kabinettsgrufti

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An der Spitze der verbalen Haudegen steht aber unangefochten Herbert Wehner, ehemaliger SPD-Fraktionsvorsitzender. Er brachte es als Abgeordneter auf ganze 77 Ordnungsrufe. Zu der Liste der legendären Auftritte gehört die Attacke auf den CDU-Abgeordneten Heiner Möller: "Waschen Sie sich erst einmal! Sie sehen ungewaschen aus." Den CDU-Politiker Jürgen Wohlrabe beschimpfte Wehner nicht nur als "Übelkrähe", er musste sich auch die Frage gefallen lassen: "S
ie sind ein Schwein. Wissen Sie das?"

Von ang/RND

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