Erst Drohnen, dann Bomben: US-Außenminister zu detaillierten russischen Angriffsplänen

Auf diesem vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums zur Verfügung gestellten Foto rollt ein russischer Panzer während einer militärischen Übung in der Region Leningrad über das Feld.

Kiew. Russland hat nach Angaben von US-Außenminister Antony Blinken bereits ausgefeilte Pläne für einen Angriff auf die Ukraine. Beginnen solle alles mit einem inszenierten Zwischenfall, der einen Vorwand für einen Einmarsch im Nachbarland schaffen solle, sagte Blinken am Donnerstag im UN-Sicherheitsrat.

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Man wisse nicht genau, was die Russen vorhätten, es könnte ein fingierter Bombenanschlag, eine Drohnenattacke oder ein falscher oder sogar ein echter Angriff sein, bei dem vielleicht sogar chemische Waffen zur Anwendung kommen. Danach sollten Bomben- und Raketenangriffe sowie Cyberattacken folgen, bevor Bodentruppen bereits festgelegte Ziele attackieren würden, sagte Blinken weiter. Dazu gehöre die Hauptstadt Kiew mit ihren knapp drei Millionen Einwohnern.

USA: Putin soll Weg des Krieges verlassen

Blinken sagte, bei einer russischen Invasion sollten auch bestimmte Personengruppen ins Visier genommen werden. „Wir legen es sehr detailliert dar, in der Hoffnung, dass wir Russland beeinflussen können, den Weg des Krieges zu verlassen und einen anderen Weg zu wählen, solange noch Zeit ist“, sagte er. Auf Beweise für seine Angaben ging er nicht näher ein.

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Blinken verwies indirekt auf den Auftritt des ehemaligen US-Außenministers Colin Powell vor dem Sicherheitsrat im Jahr 2003. Dieser hatte damals unbegründete und falsche Beweise vorgelegt, um die US-Invasion im Irak zu rechtfertigen. „Lassen Sie es mich klar sagen“, betonte Blinken. „Ich bin heute nicht hier, um einen Krieg zu starten, sondern um einen zu verhindern.“

Russland hat nach westlichen Schätzungen rund 150 000 russische Soldaten östlich, nördlich und südlich der Ukraine zusammengezogen. Die russische Regierung bestreitet, dass sie vorhabe, in der Ukraine einzumarschieren. Sie verlangt jedoch Garantien, dass keine früheren Sowjetrepubliken mehr der Nato beitreten, und dass das Bündnis Truppen aus Osteuropa abzieht.

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RND/AP

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