Vier Jahre Haft

Frankreichs Ex-Premier Fillon wegen Scheinbeschäftigung seiner Frau verurteilt

François Fillon auf dem Weg in das Gericht (Archivbild).

François Fillon auf dem Weg in das Gericht (Archivbild).

Frankreichs ehemaliger Premierminister François Fillon ist von einem Berufungsgericht in Paris erneut für die Scheinbeschäftigung seiner Ehefrau Penelope verurteilt worden. Er erhielt am Montag vier Jahre Haft, wovon drei auf Bewährung ausgesetzt wurden. Nach der Haftordnung käme für den 68-jährigen Ex-Premier statt der Inhaftierung auch eine elektronische Fußfessel in Betracht. Seine Frau wurde zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Zudem sollen die Eheleute beide jeweils 375.000 Euro Strafe zahlen. Fillons Anwälte kündigten allerdings bereits den Gang in die höchste Instanz vor das Kassationsgericht an, wie der Sender BFMTV berichtete.

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Fillons Frau war jahrelang als parlamentarische Mitarbeiterin in der Nationalversammlung angestellt – zunächst für Fillon und dann für dessen Nachfolger Marc Joulaud. Bereits in erster Instanz waren die Richter von einer Scheinbeschäftigung ausgegangen. Penelope Fillons Vergütung habe in keinem Verhältnis zu ihren Aktivitäten gestanden. Die Fillons hatten die Vorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

Fillon war von 2007 bis 2012 unter dem damaligen konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy Premier. 2017 kandidierte er für die konservativen Republikaner bei der Präsidentschaftswahl. Kurz vor der Abstimmung enthüllten Medien Penelopes jahrelange Anstellung auf Parlamentskosten. Die Vorwürfe belasteten Fillons letztlich erfolglose Kandidatur schwer.

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RND/dpa

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