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Frauen zu schwach? Bundeswehrvideo sorgt für Kritik und wird zurückgezogen

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Ein Instagram-Video des Karrierecenters der Bundeswehr erntete Kritik wegen des dargestellten Frauenbildes.

In den sozialen Netzen hat das Karrierecenter der Bundeswehr für Aufsehen gesorgt. Auf Instagram wurde dort am Mittwoch ein Video zum Anwerben von Minentauchern veröffentlicht. Darin versucht eine Frau, einen schweren Hammer hochzuheben. Zwei uniformierte Männer stehen daneben, schütteln den Kopf und schubsen sie weg. Schließlich hebt einer der beiden den Hammer mühelos hoch und schlägt damit selbst auf einen großen Reifen ein. Das Reel auf Instagram ist unterschrieben mit „Aufgepasst, die Minentaucher kommen“.

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Für diese Darstellung musste die Bundeswehr viel Kritik einstecken. Offizier Sven Bäring, Vorsitzender der Interessenvertretung queerer Angehöriger der Bundeswehr, twitterte: „Und solche Kleinigkeiten stellen immer wieder das gesamte Engagement der Bundeswehr in Sachen Gleichstellung infrage.“ Weitere Twitter-Nutzerinnen und -Nutzer reihen sich in die Kritik an dem Frauenbild der Bundeswehr ein.

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Am Tag darauf ist das Video auf Instagram nicht mehr zu finden. Stattdessen ist der neueste Beitrag des Karrierecenters der Bundeswehr ein Reel, das dem gelöschten Video sehr ähnelt. Nur: Diesmal sind die Rollen vertauscht. Nun ist es die Frau, die die beiden Männer wegschubst und das Werkzeug mühelos in die Luft hebt.

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„Wir bedauern, wenn in dem vorangegangenen Reel ein falscher Eindruck entstanden ist“, schreibt die Bundeswehr dazu. Auf Anfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) präzisierte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums, es habe einen Fehler in der Planung der Beiträge gegeben. Dadurch sei das zweite Video nicht „in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang gesendet“ worden.

Die Bundeswehr stehe für Diversität und Chancengerechtigkeit. Beweis dafür seien die zahlreichen Soldatinnen und Mitarbeiterinnen, die „unsere Bundeswehr stark“ machten, kommentiert das Karrierecenter das Reel. Die Entwicklung, dass der Anteil der Soldatinnen inzwischen bei 13 Prozent, im Sanitätsdienst bei 45 Prozent liege, wolle die Bundeswehr weiter vorantreiben, so die Sprecherin.

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