Großbritannien hat ein Brandschutz-Problem

Die britische Premierministerin Theresa May.

Die britische Premierministerin Theresa May.

London. Nach der Brandkatastrophe von London haben erste Untersuchungen an anderen britischen Hochhäusern ergeben, dass deren Verkleidung in einigen Fällen leicht entzündbar ist. Das erklärte Premierministerin Theresa May am Donnerstag im britischen Unterhaus.

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Untersucht würden Hochhäuser ähnlicher Bauart wie der Grenfell Tower, der am 14. Juni in Brand geriet. Mindestens 79 Menschen kamen dabei ums Leben.

Oppositionsführer spricht von „Verbrechen“

Geprüft wird, ob der bei der Verkleidung verwendete Aluminiumverbundstoff zu dem Inferno beitrug. Die Flammen breiteten sich in weniger als einer Stunde auf 24 Stockwerke aus.

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Sie sei darüber informiert worden, dass sich das Material bei einigen der Tests als entflammbar herausgestellt habe, sagte May. Behörden und örtliche Feuerwehren unternähmen alles ihnen Mögliche, die Sicherheit der Gebäude zu gewährleisten und die betroffenen Bewohner in Kenntnis zu setzen.

Oppositionsführer Jeremy Corbyn sprach vor den Abgeordneten von einem „Verbrechen“ und forderte eine rasche Untersuchung von rund 4000 Gebäuden in Großbritannien. Dass 79 Menschen ums Leben kamen, sei sowohl eine Tragödie als auch empörend, da jeder dieser Todesfälle hätten vermieden werden können, sagte Corbyn.

Gemeinderats-Vorsitzende tritt zurück

Der wegen schleppender Reaktion auf die Brandkatastrophe in die Kritik geratene Vorsitzende des Gemeinderats von Kensington und Chelsea, Nicholas Holgate, trat unterdessen zurück.

Die ersten Tage nach dem Brand waren von Chaos geprägt, die Behörden wirkten überfordert. Betroffene Bewohner erhielten von ihnen kaum Hilfe oder Informationen. Am Mittwoch hatte sich May öffentlich für Fehler der Regierung entschuldigt.

Von dpa/ap/RND/zys

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