Grüne wollen „Kinderzeit Plus“ einführen

Erst arbeiten, dann vorlesen? Die SPD plant eine finanzielle Unterstützung für Eltern in Teilzeit.

Erst arbeiten, dann vorlesen? Die SPD plant eine finanzielle Unterstützung für Eltern in Teilzeit.

Berlin. Viele berufstätige Eltern haben Schwierigkeiten, ihr Familienleben und den Job unter einen Hut zu bringen. Einige Parteien haben in ihren Wahlprogrammen deshalb neue Konzepte ausgearbeitet. Andere wollen die bestehenden Möglichkeiten verbessern. Ein Blick in die Wahlprogramme:

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Die CDU/CSU möchte für Unternehmen ab einer bestimmten Größe das Recht auf eine befristete Teilzeit schaffen. Mütter und Väter könnten dann sicher nach einer Zeit wieder in die Vollzeitbeschäftigung zurückzukehren.

Nach dem Willen der SPD soll es eine Familienarbeitszeit geben, die Eltern ermöglicht, weniger zu arbeiten. Wenn beide Eltern ihre Arbeitszeit partnerschaftlich aufteilen, erhalten sie das Familiengeld. Es beträgt jeweils 150 Euro monatlich für beide Eltern, wenn sie jeweils 75 Prozent bis 90 Prozent der regulären Vollzeit arbeiten. Es soll bis zu 24 Monate lang gezahlt werden.

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Die Grünen wollen eine Kinderzeit Plus statt dem Elterngeld einführen. Nach den Plänen bekommt jeder Elternteil acht Monate lang eine finanzielle Unterstützung – weitere acht Monate können frei zwischen den Eltern aufgeteilt werden. Insgesamt wird die finanzielle Unterstützung also zwei Jahre lang gewährt. Beim Elterngeld sind es momentan 14 Monate. Außerdem können Eltern die Kinderzeit Plus bis zum 14. Lebensjahr des Kindes nehmen. Wenn sie gleichzeitig in Teilzeit arbeiten, verlängert sich die finanzielle Unterstützung. Außerdem fordern auch die Grünen ein Rückkehrrecht auf die ursprüngliche Stundenzahl nach einer Phase der Teilzeit. Auch ein Recht auf Home Office als Ergänzung zum festen Arbeitsplatz soll es geben.

Die FDP fordert zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie flexible Arbeitszeitmodelle und digitale Arbeitsplätze. Der Arbeitsschutz für Homeoffice-Arbeitsplätze soll entbürokratisiert werden.

Auch die Linke tritt für eine flexible Arbeitszeit ein. Eltern sollen zudem einen besonderen Kündigungsschutz bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres des Kindes bekommen.

Die AfD will Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen, finanziell unterstützen. Angemessene Freibeträge sollen zu einer spürbaren Entlastung von Familien führen, heißt es im Wahlprogramm. Ins Detail geht die Partei nicht.

Von Anne Grüneberg/RND

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