Gipfeltreffen im Kanzleramt

Hilfe für Ukraine-Geflüchtete: Bund, Länder und Kommunen wollen Integrationsangebote verbessern

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei einem Treffen im Kanzleramt mit Staatsministerin Alabali-Radovan und Ehrenamtlichen von Vereinen und sozialen Gruppen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei einem Treffen im Kanzleramt mit Staatsministerin Alabali-Radovan und Ehrenamtlichen von Vereinen und sozialen Gruppen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren.

Berlin. Neben der Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge aus der Ukraine rückt rund zwei Monate nach Kriegsbeginn jetzt auch die Integration der zum Teil schwer Traumatisierten stärker in den Blick. Bund, Länder und Kommunen waren sich bei einem Flüchtlingsgipfel im Kanzleramt am Montag einig, dass vor allem das Angebot an Kinderbetreuung und Schulbildung verbessert werden muss. Denn ein großer Anteil der Geflüchteten sind Frauen mit Kindern. Viele dieser Frauen haben eine Ausbildung, doch nur sehr wenige sprechen Deutsch.

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„Die Städte haben gemeinsam mit den Bundesländern begonnen, Kinderbetreuung und Unterricht für ukrainische Kinder zu organisieren – hier brauchen wir deutlich mehr Kapazitäten“, sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU), am Montag zu Beginn eines Flüchtlingsgipfels im Kanzleramt. Der Bund sollte sich an den Kosten dafür beteiligen. Nötig seien zudem schnelle Anerkennungsverfahren für Lehrkräfte und Erzieherinnen aus der Ukraine.

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Sowohl die Behörden als auch Hilfsorganisationen und Freiwillige, die sich seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine um die Ankommenden kümmern, berichten allerdings von der Schwierigkeit, vorzusorgen für eine Situation, die vom Kriegsverlauf abhängig und schlecht planbar ist. „Viele wollen so schnell es geht wieder zurück. Einige sind es schon. Aber wenn wir nach Mariupol oder in den Donbass schauen, ist eine schnelle Rückkehr nicht für alle möglich“, sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, mit Blick auf die große Zerstörung in diesen Gebieten. Darum brauche es für sie nun Perspektiven und Chancen auf Teilhabe in Deutschland.

Die SPD-Politikerin dankte den Ländern für die Unterbringung von so vielen Menschen binnen kürzester Zeit. Sie sagte, der Bund werde dabei finanziell unterstützen und dazu an diesem Mittwoch im Kabinett einen Ergänzungshaushalt beschließen.

Bis Montag hat die Bundespolizei die Einreise von heute 379.123 Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine festgestellt. Da Ukrainer für 90 Tage ohne Visum einreisen können und an den EU-Binnengrenzen in der Regel keine stationären Kontrollen vorgesehen sind, dürfte die genaue Zahl der Kriegsflüchtlinge jedoch deutlich höher sein.

RND/dpa

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